Chronik | Oberösterreich
27.08.2017

Oberbank: Eröffnung mit Tag der offenen Tür

Rund 1000 Oberbanker arbeiten nun an der Linzer Donaulände.

Die Banker sind zwar schon in den 70 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau an der Linzer Donaulände eingezogen, die Eröffnungsgala findet nun kommenden Mittwoch, den 30. August, um 19 Uhr im Donauforum statt. Die mehr als 1500 Sitzplätze sind schon vergeben, schließlich gibt es das Symphonische Orchester der Bruckner Privatuniversität zu hören. "Classic meets Cuba" lautet das Programm, in das auch Klazz Brothers & Cuba Percussion einbezogen sind.

Am Sonntag, den 3. September, ist der ORF Oberösterreich mit Walter Egger zu Gast, es ist zugleich der Tag der offenen Tür, bei der die Bevölkerung den Neubau und vor allem die Brücke zum Altbau besichtigen kann.

Er beinhaltet drei unterirdische und sechs oberirdische Geschoße. Die Parkgarage umfasst 269 Abstellplätze. Die Verbindungsbrücke hat eine Spannweite von 66 Metern, das Stahlgewicht beträgt 90 Tonnen, das Gesamtgewicht 150 Tonnen. Mit dem Neubau wurde die dritte Ausbaustufe abgeschlossen, rund 1000 Oberbanker sind am Standort Donaulände beschäftigt. Bisher waren die Abteilungen der Zentrale in Linz auf fünf Standorte aufgeteilt. Trotzdem gab es Kapazitätsprobleme, weil viele Tätigkeiten in Linz zentralisiert worden sind.

Generaldirektor Franz Gasselsberger präsentierte am Freitag die Halbjahresbilanz. So stieg der Gewinn im ersten Halbjahr wieder an: vor Steuern um 17,7 Prozent auf 123,1 Millionen Euro und nach Steuern um 15,6 Prozent auf 101,6 Millionen. Für das Gesamtjahr rechnet er mit einer leichten Verbesserung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr.

Ein Wermutstropfen sei die nach mehreren OGH-Urteilen notwendige Rückvergütung im Zusammenhang mit Negativzinsen. Bei der Oberbank betrifft dies rund 23.000 Kreditnehmer mit einem Kreditvolumen von 1,3 Mrd. Euro. Für den erforderliche Rückvergütungsbetrag von 6,3 Mio. Euro wurde bereits vorgesorgt.

Vor allem durch die Zuwächse bei den Kundenkrediten und den Kundeneinlagen wuchs die Bilanzsumme um 7,1 Prozent auf mehr als 20 Milliarden Euro. Gasselsberger zeigt sich von der wirtschaftlichen Entwicklung "überrascht", da die "externen Rahmenbedingungen wie Brexit, Trump und die Wahlen in Frankreich" dies nicht unbedingt hätten erwarten lassen.