Chronik | Oberösterreich
10.12.2011

Linzer Uni-Rektor von Gmunden angetan

Kann Gmunden ein Forschungszentrum mit internationalem Ruf werden? Ja, sagt Richard Hagelauer von der Kepler-Uni.

Ein wirklich schöner Tag für unsere Stadt“,  freute sich Gmundens Bürgermeister Heinz Köppl über die Anwesenheit von Richard Hagelauer, dem Rektor der Kepler-Uni Linz. Er war  in die Traunseestadt gereist, um vor dem vollzählig versammelten Gmundner Stadtrat  im Rathaussaal den Vertrag mit dem IEZ (Interdisziplinäres Forschungsinstitut für Entwicklungszusammenarbeit) zu unterzeichnen.

Die seit Jänner 2011 im Gmundner Kapuzinerkloster Armut und Welthunger erforschende Institutsvorständin Petra  Gruber: „Nach zehn Jahren Tätigkeit in Wien ist mir der Wechsel nach Gmunden leicht gefallen. Das hier ist ein idealer Ort, um unsere Zukunftsthemen  voranzutreiben.“ Die Gmundner Stadtväter bekamen große Augen und Ohren, als  Hagelauer nach geleisteter Unterschrift eine Lobeshymne auf ihre Stadt schmetterte: „Ich kann sie zu diesen universitären Aktivitäten nur beglückwünschen, die Wissenschaft berührt und inspiriert die Menschen. Gmunden könnte in Zukunft auf dem Gebiet der Forschung internationale Bekanntheit erlangen, ein Studienzentrum am Traunsee will ich absolut nicht ausschließen.“

 

Chancen

Der Uni-Rektor sieht gleich mehrere Chancen für Gmunden. Hagelauer stehe mit dem Unternehmer Manfred Asamer in engem Kontakt bei der Erforschung der Basaltfaser – dieser Werkstoff biete die gleichen, wenn nicht sogar bessere Möglichkeiten als Carbon. „Warum  also nicht ein Forschungszentrum für die Autoindustrie hier errichten“, so Hagelauer.


Im Gespräch sei der Linzer Rektor auch mit der Firma Ebner Electronics: „Moderne Themen in einem alten Kapuzinerkloster, das inspiriert.“ Damit noch nicht genug:  Hagelauer riet den  Stadtvätern, die Ortstafeln um den Begriff „Wissenschaftsstandort“ zu erweitern. Auch ein Technologiepark sei für ihn am Traunsee durchaus denkbar. „Wir planen an der Kepler-Universität ein Kompetenzzentrum für Energie, weil dieses Thema eine enorme Bedeutung für alle hat – niemand weiß, was passiert, wenn tatsächlich einmal der Strom für mehrere Stunden ausfällt“, so der Rektor abschließend.
Gerade dieses Thema würde in Erinnerung an die beiden Energie-Pioniere Stern & Hafferl ausgezeichnet zu Gmunden passen.