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Oberösterreich
12/17/2015

Linzer Ordnungsdienst überführt immer mehr Falschparker

Die Zahl der Strafen für nicht korrektes Abstellen in gebührenfreien Kurzparkzonen nimmt in der oö. Landeshauptstadt zu.

von Jürgen Pachner

Die Ordnungswächter der Stadt Linz mutieren offenbar immer mehr zu einer Park-Sheriff-Einsatztruppe. Mehr als 15.000 Strafzettel mussten zwischen Jänner und November schon an Fahrzeughalter ausgestellt werden, die ihr Auto in gebührenfreien Kurzparkzonen falsch abstellten. Das scheint bemerkenswert, als dies nahezu zwei Drittel aller vom Ordnungsdienst verhängten Organstrafen sind. Insgesamt werden heuer 200.000 Euro Strafgelder eingenommen.

Vizebürgermeister Detlef Wimmer (FPÖ) spendet den Stadtwache-Mitarbeitern für ihr Einschreiten Lob und verweist auf positive Effekte: "Ihre regelmäßigen Kontrollen entlasten die Exekutive, erleichtern der Linzer Bevölkerung die Parkplatzsuche und werfen zudem Einnahmen ab, die die Stadt dringend braucht."

Besonders der März (1791 Parkstrafen) und der November (1719 Organmandate) dürften die Einnahmen zum Sprudeln gebracht haben. Im November etwa wurden im Vergleich zum Oktober (1510) gleich um 200 Strafzettel mehr ausgestellt.

Bei den Bezirken war die auffälligste Steigerung im Franckviertel nachweisbar. Die Veränderung von 158 Amtshandlungen im Oktober auf 301 im November dürfte auf eine kürzlich dort neu eingerichtete Kurzparkzone zurückzuführen sein. "Als Erklärung scheint mir denkbar, dass sich etliche Autofahrer wahrscheinlich noch nicht darauf eingestellt haben." Auch am Froschberg waren mehr Einsätze nötig. Am häufigsten sind Parkplatz-Übertretungen übrigens im Bereich des Bulgariplatzes (bis Dezember 6386 Strafzettel) geahndet worden. Nur im Stadtteil Urfahr scheint der Lerneffekt bei Autolenkern zu fruchten, dort gab es einen Rückgang (von 600 auf 450) an Strafverfügungen.

Parkkrallen

In der Linzer Gemeinderatssitzung vom 3. Dezember wurde auch eine Anpassung an die OÖ. Parkgebührengesetz-Novelle 2015 beschlossen. "Nachdem die Novellierung auf Landesebene mit 1. September in Kraft trat, sind nun auch für Linz die Weichen gestellt, um ausländische Falschparker wirkungsvoll zur Kasse zu bitten", freut sich Stadt-Vize Wimmer. Auf die Weise wird es den Sicherheitsorganen künftig möglich sein, an falsch abgestellten Fahrzeugen mit ausländischem Kennzeichen Wegfahrsperren anzubringen. Auf die Weise soll das Eintreiben des Strafmandats sichergestellt werden.

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