Chronik | Oberösterreich
07.09.2017

Linz-Urfahr: Pendlerparkplatz wird endgültig gesperrt

Umwidmung des Areals von allen Parteien abgelehnt. 1.200 kostenfreie Stellplätze fallen weg.

Es wird keine Umwidmung des Urfahraner Jahrmarktgeländes in Linz geben, um eine weitere Nutzung als Parkfläche zu ermöglichen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ), Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP), Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne), Stadtrat Markus Hein ( FPÖ) sowie Neos-Gemeinderat Lorenz Potocnik am Donnerstag.

Wie die Causa ins Rollen kam

Die Vertreter der fünf Parteien hatten sich getroffen, um über die zukünftige Nutzung des Geländes zu beraten. Bisher wurde dort zwei Mal pro Jahr der Urfahranermarkt ausgerichtet - in der Zeit dazwischen bot das Gelände 1.200 kostenfreie Stellplätze vorwiegend für Pendler aus dem Mühlviertel. Vor einiger Zeit planten die Linzer SPÖ und FPÖ, eine Parkgebühr einzuführen. Dabei kam auf, dass die Widmung das Parken am Gelände gar nicht zulässt. Zwischenzeitlich diskutierte Umwidmungspläne, die eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) verlangt hätten, sind nach dem heutigen Gespräch vom Tisch.

Wie geht es mit dem Gelände weiter?

Bis Sommer 2018 will man sich nun Gedanken darüber machen, wie es mit dem Gelände weitergehen kann. Der Urfahranermarkt solle auf jeden Fall weiterhin am Gelände stattfinden, für die übrige Zeit wolle man aber - nach Maßgabe der rechtlichen Rahmenbedingungen (es handelt sich um ein Hochwasserschutzgebiet) - "gemeinsam mit Anrainern, Stakeholdern und Interessenvertretungen die Fläche neu gestalten", so Bürgermeister Luger.

Für die Pendler zuständig sieht Luger nun vor allem das Land Oberösterreich. Man werde an dieses herantreten und im nächsten Gemeinderat eine Resolution verabschieden, um den Ausbau der Park-and-ride-Anlagen, die Taktverdichtung sowie den Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu forcieren.