Bgm. Luger, Min. Stöger, Rektor Lukas, Vizekanzler Mitterlehner, LH Pühringer, Bischof Scheuer (v. li.)

© honorarfrei/JKU/Atzmüller

50 Jahre Kepler Universität
10/10/2016

"Innovativ und weltoffen"

Der technologische Fortschritt ist von existenzieller Bedeutung, sagt Rektor Lukas.

von Josef Ertl

"Die Leistung und die Erfolge der letzten 50 Jahre können sich mehr als sehen lassen", erklärte Rektor Meinhard Lukas in seiner Ansprache beim gestrigen Festakt 50 Jahr Johannes Kepler Universität (JKU). Sie seien gleichzeitig Auftrag für die Zukunft, weiter Potenziale zu heben und den Campus-Gedanken zu Ende zu bringen, erinnerte er an den Architekturwettbewerb zur Neugestaltung. In einem Land ohne namhafte Bodenschätze sei der technologische Fortschritt von existenzieller Bedeutung. Gerade eine breiter aufgestellte Hochschule wie die JKU sei dafür prädestiniert, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen und damit künftigen Herausforderungen zu begegnen.

Der Vorsitzende des Universitätsrates, Generaldirektor Heinrich Schaller, betonte die Notwendigkeit der Unterstützung aus der Wirtschaft für die Universität. Wichtig sei, dass die JKU nicht nur nach vorne blicke, sondern die Zukunft auch beeinflusse, so Senatsvorsitzender Michael Mayrhofer. Gerhard Stürmer, Präsident der Kepler Society, strich die Botschafter- und Meinungsbildnerfunktion des Absolventenvereins hervor.

Motor der Veränderung

"Die Johannes Kepler Universität war stets ein Motor der Transformation und der Metamorphose", betonte der Linzer Bürgermeister Klaus Luger. Ihre Gründung bezeichnete er als "klares Signal eines politischen Schulterschlusses zwischen Stadt und Land. Die JKU habe viele bereichert – auch die Stadt in ihrer Struktur, die ohne sie heute nicht derart modern, weltoffen und ökonomisch wäre – und für eine gedeihliche Weiterentwicklung einer ganzen Region gesorgt. Sie sei zudem eine starke Partnerin dessen, was man als Zivilgesellschaft bezeichnet. Luger schloss mit einer Bitte: Wenn es darum gehe, die Zukunft zu gestalten, sei großes Engagement nötig. "Wir stehen vor enormen Herausforderungen, wir brauchen die Kräfte der Innovation", beschwor der Bürgermeister den "Geist des Fortschritts".

Beschwerlicher Weg

Landeshauptmann Josef Pühringer erinnerte daran, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam mit engagierten Wissenschaftlern "den beschwerlichen Weg auf sich genommen" haben, der schließlich zur Gründung der Johannes Kepler Universität geführt hat. Die JKU sei "ein Symbol für Innovation und Weltoffenheit – und zwar von Anfang an" mit zahlreichen Leuchttürmen, zuletzt die Medizinische Fakultät als "riesengroße Chance für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort". "In diesen fünf Jahrzehnten haben viele an diesem Erfolg gearbeitet." Er legte ein klares Bekenntnis zum Reformprogramm von Rektor Lukas ab.

"Linz macht vieles anders", erklärte Wissenschaftsminister Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und nannte die Gründung der Hochschule und die Einmütigkeit von Stadt und Land, den Campus der Universität und die Konstruktion der Fakultäten als Beispiele. Die JKU sei immer eine "Pionier-Universität" gewesen, nicht nur inhaltlich, sondern auch im persönlichen Umgang, und sie sei gut aufgestellt. Mit dem LIT (Linz Institute of Technology) werde die große Kompetenz im technischen Bereich gestärkt, davon profitiere sowohl die Universität als auch die Industrie, so Mitterlehner. "Die erfolgreiche Entwicklung der JKU ist auch eine Bestätigung für den großen Einsatz der Landespolitik, die damit zur Wettbewerbsfähigkeit des Innovationsstandortes Oberösterreich beigetragen hat", so der Vizekanzler.

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