Hitler nicht mehr Ehrenbürger in Braunau

Hitlers Elternhaus in Braunau am Inn (undatierte Archivaufnahme).
Foto: APA

Nach der Aufregung um eine angebliche Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers in seiner Geburtsstadt Braunau hat der Gemeinderat ein Zeichen gesetzt.

Die heftigen Debatten um Ehrenbürgerschaften an Nazi-Größen in österreichischen Gemeinden hat auch die Geburtsstadt Adolf Hitlers erreicht: Der Gemeinderat der oberösterreichischen Stadt Braunau hat in einer Sitzung Donnerstagabend Hitler einstimmig das Heimatrecht und die Ehrenbürgerwürde der damals noch selbstständigen Gemeinde Ranshofen aberkannt. Das berichtete der Grüne Fraktionsobmann Manfred Hackl am Freitag. Dem sei ein Dringlichkeitsantrag aller Fraktionen vorausgegangen.

Ranshofen habe Hitler 1933 die Ehrenbürgerschaft zuerkannt. 1939 sei die Gemeinde dann in die Stadt Braunau eingegliedert worden. Ob es von der Stadt selbst eine Ehrenbürgerwürde gab, ist nicht belegt. Die Ehrenbürgerschaft wurde vorsorglich aberkannt wie auch das Heimatrecht, das aber sowieso mit dem Tod einer Person erlösche, so Hackl.

Der Leiter der Braunauer Zeitgeschichtetage, Andreas Maislinger, freute sich, dass auch die FPÖ dem Antrag zugestimmt hatte. Die 20. Braunauer Zeitgeschichte-Tage werden sich von 23.- 25. September 2011 unter dem Titel "Schwieriges Erbe" auch mit der Diskussion über die Ehrenbürgerschaften von Adolf Hitler beschäftigen.

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(APA / sho) Erstellt am
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