Häftling nützte Spitalsaufenthalt in Schärding zur Flucht

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Sein Sohn hatte ihm ein Handy ins Gefängnis gebracht, mit dem der Ausbruch geplant werden konnte.

Ein 43-jähriger Häftling der oberösterreichischen Justizanstalt Suben hat einen Spitalsaufenthalt in der Bezirksstadt Schärding am Montag zur Flucht genützt. Sein 26-jähriger Sohn half ihm dabei. Das gab die Landespolizeidirektion in einer Presseaussendung am Dienstag bekannt.

Strafe wegen Betruges

Der 43-jährige Serbe, der eine Gefängnisstrafe wegen Betrugs absitzt, bekam von seinem Sohn während eines Besuchs am Sonntag ein Handy. Damit wurden die Details der Flucht abgesprochen. Montagnachmittag sprang der Häftling aus dem zweiten Stock des Krankenhauses. Unten wartete der Sohn in einem Fluchtauto.

Die Polizei stoppte es wenig später im nahen Reichersberg. Der Geflohene befand sich aber nicht mehr darin. Der Sohn gab an, er habe seinen Vater kurz zuvor aussteigen lassen. Der Fluchthelfer wurde vorübergehend festgenommen. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt. Nach seinem Vater wird noch gefahndet.

( Agenturen , eho ) Erstellt am 06.02.2018