Chronik | Oberösterreich
27.02.2013

Flüchtlingsheim bei Bad Ischl abgelehnt

Bei einer Informationsveranstaltung kam es zu hässlichen Szenen.

Das Don Bosco Flüchtlingswerk ist mit seinen Plänen, ein Wohnheim in Lauffen bei Bad Ischl einzurichten, bei Soziallandesrat Josef Ackerl (SPÖ) abgeblitzt. Der Standort sei aufgrund der geringen Einwohnerzahl nicht vertretbar, erklärt Ackerls Sprecher. Floridus Kaiser, Geschäftsführer des Flüchtlingswerks, macht den Druck der Bevölkerung und der Ischler Stadtpolitiker für die Absage verantwortlich.

Bei einer Informationsveranstaltung in einem Wirtshaus in Lauffen sei es zu hässlichen Szenen bekommen, berichten die Oberösterreichischen Nachrichten. So soll der Bad Ischler Bürgermeister Hannes Heide laut dem Bericht mit "der Jud" begrüßt worden sein. Der ehemalige Lauffener SP-Gemeinderat Alois Lackner wiederum soll gedroht haben, den jungen Afghanen einen Sarg vor die Tür zu stellen, sollten sie in den Ort kommen, so die OÖN.

Im Gebäude des Marienheims in Lauffen wäre ein sozialpädagogisches Heim für 22 Flüchtlinge zwischen 14 und 18 Jahren geplant gewesen. Das scheint nun vorerst vom Tisch. Das Don-Bosco-Flüchtlingswerk will trotz der Ablehnung aber an ihrem Projekt festhalten und plant weitere Gespräche mit Politikern der Stadt.