Chronik | Oberösterreich
05.12.2011

Fliege verirrte sich ins Ohr: Notaufnahme

Einer Oberösterreicherin kroch eine Fliege ins Ohr und kam nicht mehr heraus. Erst ein Arzt befreite die Frau von dem Störenfried.

Bessere Werbung können sich Hersteller von Fliegengittern nicht wünschen: Einer Frau aus Altenberg in Oberösterreich war in der Nacht zum Mittwoch beim Einschlafen eine Stubenfliege ins Ohr gekrochen - und kam nicht mehr heraus. "Ich habe das Licht aufgedreht und angefangen, den Kopf zu schütteln. Die Fliege ist aber immer tiefer ins Ohr gekrabbelt", berichtet Eva-Maria Schwarz. Also griff die 39-Jährige zu Wattestäbchen, um das Insekt zu entfernen. Ein aussichtsloses Unterfangen. "Die Fliege ist nur panischer geworden. Das Summen und Brummen hört man im ganzen Kopf. Das ist etwas, um jemanden in den Wahnsinn zu treiben."

Also griff Schwarz zur Selbstjustiz - und hielt ihren Kopf kurzerhand unter die Dusche. Die Fliege wurde ertränkt. "Da wurde das Summen kurz einmal recht schlimm. Die Fliege hat wohl heftig mit den Flügeln geschlagen." Doch nach kurzem Todeskampf verstummte das Tier. Allerdings steckte die Fliegenleiche weiter im Gehörgang fest.

Horrorgeschichten

Schwarz ging ins Internet -"Fliege im Ohr, was tun?" - und stieß auf etliche Horrorgeschichten. Bakterien und Parasiten, die ins Ohr eingeschleppt werden. Eier, die von der Fliege abgelegt werden. Verletzungen des Trommelfells. "Ich habe also in der Notaufnahme angerufen. Der meinten, wenn das Ohr verletzt wurde, bestehe die Gefahr einer Entzündung."

Der diensthabende Arzt nahm die Sache mit Humor und entfernte der Frau mit einem Rohr und einer kleinen Zange das Insekt: "Dann hat er mir die Fliege hergehalten und gefragt, ob ich sie als Trophäe mit nach Hause nehmen will." Und er gab der Frau noch eine Empfehlung mit. "Ich soll doch in Zukunft mit Ohrenschützern ins Bett gehen."