Chronik | Oberösterreich
20.03.2016

Fesch, frisch und modisch

Der Fesch’Markt feiert im April Premiere in Linz – ein Muss für Ästheten und Genussmenschen.

In Wien stürmten mehr als 17.000 Besucherinnen und Besucher den letzten Fesch’Markt. Die Eigendynamik dieser Veranstaltung erstaunt sogar die beiden Initiatorinnen und Projektleiterinnen Barbara Daxböck und Katrin Hofmann: "Als wir 2010 in der Ottakringer Brauerei begonnen haben, gab es noch nichts Derartiges, das Interesse am Fesch’markt ist seitdem ungebrochen." Von 29. April bis 1. Mai gastiert Österreichs größtes Kreativfestival in der Linzer Tabakfabrik. Nach Geburtsort Wien, Abstechern nach Graz und Vorarlberg, ist das nun der nächste logische Schritt für Hofmann: "Wir wurden schon so oft gefragt, wann wir denn endlich nach Oberösterreich kommen, jetzt ist es so weit."

Ideen & Unikate

Mit mehr als 100 Ausstellern begeht der Fesch’Markt seine OÖ-Premiere. In spannender Industrie-Atmosphäre gibt es jede Menge ausgefallene Ideen, kreative Unikate, limitierte Auflagen und Dinge abseits des Mainstreams. "Wir sehen uns auch als Förderer junger Kreativer und Start-ups. Jungunternehmer können bei uns ihre erste Schritte wagen, sich Feedback von Besuchern holen und so ihren Produkten den letzten Schliff geben."

Im Fokus stehen dabei Handwerk, Individualität und das Wiederaufleben alter Produktionsweisen. Abgesehen von Mode, Kunst, Möbeln, Kindersachen und anderen feschen Dingen liegt ein Schwerpunkt auf Delikatessen und schmackhaften Eigenproduktionen. "Deshalb sind auch so viele Männer dabei", lacht Hofmann.

Der Fesch’Markt soll nicht nur zum Einkaufen, Entdecken und Stöbern einladen, sondern auch zum Verweilen, Freunde treffen und Zeit verbringen. An anderen Orten bereits legendär, wurde natürlich auch die obligat-wilde Fête’Fesch mit nach Linz gebracht, eine Aftershow-Party Freitagabend (29. 4., ab 22 Uhr) in der Klubkantine der Tabakfabrik.

Parallel zum Markt wird von Freitag bis Sonntag ein fesches Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft gesetzt: Bei der Fesch’Kleidertauschbörse werden ehemalige Lieblingsstücke gegen neue Schätze eingetauscht, es wird ausgiebig in fremden Mode-, Schuh-, Taschen- und Bücherbergen gewühlt.

Fesch’Markt-Chefin Hofmann – übrigens gebürtige Braunauerin – weiß genau, was ihr Baby für Besucherinnen und Besucher sein soll: "Ein komplettes Erlebnis für alle Sinne. Die Leute sollen nicht nur ihre Einkäufe, sondern auch schöne Erfahrungen mit nach Hause nehmen."

www.feschmarkt.info

Mutiger Schritt an den Rand

Vom Zentrum des Landes raus in die Provinz. Das Risiko, das das Modepalast-Team mit diesem mutigen Schritt auf sich nimmt, ist nicht zu verachten: "Wir haben das Publikum in Oberösterreich immer als extrem offen, neugierig und designaffin empfunden. Wir haben deshalb bewusst entschieden, aus Linz rauszugehen und erstmals in Ried zu sein", erklärt May-Britt Alróe-Fischer, Geschäftsführerin des Modepalastes. Mit dem neu eröffneten Einkaufszentrum Weberzeile habe man einen starken Kooperationspartner gefunden – bei freiem Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher von 31. März bis 2. April. Auch das ist ein Novum.

Design-Fixpunkt

2000 wurde der Modepalast in Wien gegründet, eine dreitägige Plattform für Designer und Labels, Etablierte und Newcomer, Interessierte und Kauflustige. Seit damals hat sich das Event jährlich vergrößert und verändert und ist mittlerweile Fixpunkt der heimischen Mode- und Designlandschaft.

"Wir kuratieren unsere Aussteller selbst und haben nur Professionisten mit an Bord, die wirklich von ihrer Arbeit leben", betont Alróe-Fischer. Und wenn schon Oberösterreich, dann gleich richtig. Der gebürtige Rieder Jürgen Christian Hoerl alias JCHOERL, bekannt für seine extravaganten Abendgarderoben, die nicht nur an Conchita Wurst oder Mirjam Weichselbraun, sondern auch am Opernball für Aussehen sorgten, zeichnet für die Opening-Fashion-Show verantwortlich (31. 3., 20.30 h). "Für ihn ist diese Modeschau in seiner Heimat etwas Besonderes, er freut sich sehr darauf", sagt die Geschäftsführerin. Ein weiterer Höhepunkt ist die Fashionshow von Emanuel Burger, der aus St. Georgen im Attergau stammt, und für ein glamouröses Finale sorgen wird.

Entscheidend für den Erfolg des Modepalastes ist sicher der sorgfältig gestaltete Mix aus Angeboten, Preiskategorien und Stilen. Dieser Zugang ist für May-Britt Alróe-Fischer wichtig: "Mode, Schmuck und Accessoires sollen schön anzusehen, aber auch tragbar sein." Ein wesentliche Rolle spielt die persönliche Anwesenheit der Designerinnen und Designer. Wer mag, kann gustieren und probieren oder auch eine Runde mit den Kreativen fachsimpeln.

Verlängerung

Neuheit in Ried: Direkt in das Einkaufszentrum wird ein Holz-Kubus eingebaut, der nach dem Modepalast für drei Wochen als temporärer Pop-up-Store mit Kollektionen ausgewählter Designer bestückt wird. "Wir sind eines der neuesten Shoppingcenter in Österreich, wir wollen nicht nur mit unserer innerstädtischen Lage und besonderen Architektur punkten. Sondern auch damit, dass wir offen sind für Neues," sagt Brigitte Biberger, Center-Managerin der Weberzeile. Bei Erfolg ist auf jeden Fall eine Wiederholung des Modepalastes in Ried angedacht.

www.modepalast.com