Die erfolglosen Bankräuber von Allhaming wurden geschnappt.

© APA/POLIZEI

Oberösterreich
06/11/2014

Erfolglose Bankräuber geschnappt

Fünf Männer in Haft - scheiterten an versperrter Tür.

Fünf glücklose Bankräuber sind nach einem regelrechten Chaos-Coup am Dienstag in Allhaming (Bezirk Linz-Land) geschnappt worden: Zuerst waren sie an der geschlossenen Tür gescheitert, dann flüchteten sie konfus in die falsche Richtung und verpassten ihren Fluchtwagen. Schließlich fielen der Polizei noch ihre Pässe in die Hände. Fünf Bosnier sind in Haft, so die Pressestelle OÖ am Mittwoch.

Vier der fünf Männer im Alter von 22 bis 33 Jahren waren erst am Tag vor dem Überfall aus Bosnien eingereist. Nur der Jüngste, der den Fluchtwagen lenkte, hatte sich bereits seit fünf Monaten in Österreich aufgehalten.

Am Dienstag kamen die Männer um 8.38 Uhr zur Bank, die noch geschlossen hatte. Einer versuchte sich Zutritt zu verschaffen, drei Komplizen blieben währenddessen auf dem Vorplatz stehen, der fünfte wartete im Wagen. Als sich die Glastür nicht öffnete, trat einer der Männer dagegen. Auch so bekam er aber keinen Zutritt. Dann entdeckte er einen Angestellten, der bereits in der Filiale war, und richtete durch das Glas eine Waffe auf ihn. Der Mann brachte sich in angrenzenden Räumen in Sicherheit.

Flucht in die falsche Richtung

Schließlich gaben die Täter auf. Anstatt wie abgesprochen zum Fluchtwagen liefen sie in die andere Richtung - in den rund 800 Meter entfernten Allhaminger Forst. Sie dürften sich den restlichen Tag über in der näheren Umgebung versteckt haben.

Der Fluchtwagen entkam der Polizei nur knapp. Als ihn die Beamten im Zuge der Fahndung bei Sattledt (Bezirk Wels-Land) entdeckten und aufhalten wollten, stieg der Lenker aufs Gas und raste davon. Es kam zu einer Verfolgungsjagd. Irgendwann ließ der Flüchtende den Wagen stehen und lief zu Fuß weiter. Wenig später klickten die Handschellen.

Zugriff auf Pendlerparkplatz

Dann spielte den Ermittlern ein weiterer Fauxpas der Bande in die Hände: Bei dem Verdächtigen und im Wagen fand die Polizei die Pässe der mutmaßlichen Bankräuber. Ein zweiter Mann wurde wenig später festgenommen. Die drei übrigen, die sich vorübergehend am Friedhof versteckt hatten, wurden in der Nacht auf einem nahegelegenen Pendlerparkplatz von Spezialkräften der Polizei überwältigt.

Die Einvernahmen waren am Dienstag noch im Laufen. Wenn sie abgeschlossen sind, sollen die Täter in die Justizanstalt Linz eingeliefert werden. Die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden. Es dürfte sich um eine Gaspistole handeln.

Bankräuber scheiterten an versperrter Tür

Die Beratungszeit mit der Schalteröffnungszeit verwechselt haben offenbar Bankräuber, die Dienstagfrüh die kleine Raiffeisen-Filiale in Allhaming, Bezirk Linz-Land, überfallen wollten. Um 8.38 Uhr betraten zwei Täter das Bankfoyer, standen dann aber unerwartet vor verschlossenen Türen. Denn um in den Schalterbereich des Instituts zu gelangen, muss in der Beratungszeit am Dienstag (7.45 bis 12 Uhr) angeläutet werden.

Damit hatte das mit einer Pistole bewaffnete Duo nicht gerechnet: Die Männer rüttelten an der Glastür, dann verließ sie aber der Mut, und sie brachen den Überfall ab.

Noch ehe sie sich aus dem Staub machen konnten, wurden sie von einem Bankangestellten beobachtet. Der 51-Jährige, der sich allein in der Filiale befand, reagierte richtig. Er ließ die Räuber nicht in den Schalterbereich, verschanzte sich hinter seinem Schreibtisch und alarmierte sofort die Polizei.

Im Zuge der Alarmfahndung fiel der Polizei bei der A9-Abfahrt Sattledt ein dunkelblauer VW-Golf-Kombi mit bosnischem Kennzeichen auf. Der Lenker widersetzte sich der Kontrolle und raste davon. Wenig später erhielten die Ermittler den Hinweis, dass der Wagen kurz vor dem versuchten Überfall im Nahbereich der Bank gesehen worden war. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich vier Personen in dem Fahrzeug befunden haben.

Im Wald versteckt

Am frühen Dienstagnachmittag schließlich konnte die Polizei den Wagen etwa 15 Kilometer vom Tatort entfernt sicherstellen. Er war in einem Feld am Waldrand abgestellt worden. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass drei der Räuber nach dem versuchten Überfall zu Fuß in den Allhaminger Forst geflüchtet und nur ein Täter mit dem Auto davongefahren war.

Von drei Tätern, allesamt junge Männer, liegt eine Personenbeschreibung vor: Einer trug Jeans und eine schwarze Kapuzenjacke mit Adidas-Logo, der andere eine helle kurze Hose und eine Kapuzenjacke. Der dritte Räuber hatte ein schwarzes T-Shirt mit neongelben Streifen an.

Hinweise an die Polizei unter 059 133 403 333

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.