Chronik | Oberösterreich
26.09.2017

Entführungsversuch an elfjährigem Buben

Musikschüler hat sich gerade noch befreit. Suche nach schwarzer Limousine.

Nur weil er sich mit Leibeskräften gewehrt haben soll, konnte ein Elfjähriger Montagnachmittag in Weyer in Oberösterreich vermutlich seine Entführung verhindern. Mitten im Ort soll ein Unbekannter versucht haben, den Schüler in sein Auto zu zerren. Der Bub konnte sich gerade noch befreien und in die Musikschule flüchten, wo ihm Lehrer zu Hilfe kamen.

Die Exekutive hält die Schilderung des Schülers für absolut schlüssig, hieß es aus der Landespolizeidirektion. Demnach habe das Kind höchst dramatische Momente erlebt, als es am Weg zum Musikschulunterricht gegen 14 Uhr plötzlich von einem Unbekannten attackiert wurde. Der fremde Mann soll versucht haben, den Buben in sein Auto zu zerren. Dabei fasste er ihn laut Aussagen des Kindes am Gehsteig von hinten und drückte es gegen eine Hecke. In gebrochenem Deutsch soll er verlangt haben, dass sein Opfer in ein Auto einsteigt. Der Bub gab später an, dass er wie wild um sich geschlagen habe. Dabei habe er den Angreifer auch im Gesicht getroffen. Der Mann habe ihn danach kurz losgelassen und er konnte davonlaufen.

Flucht

Der Bub flüchtete in die nahe gelegene Musikschule. Völlig aufgeregt und überdreht schilderte er den dort anwesenden Lehrern den eben erlebten Überfall. Die Pädagogen alarmierten sofort die Polizei, die eine Fahndung einleitete. Dabei konnten sich die Beamten an sehr konkrete Angaben des jungen Opfers halten. Vor allem der Hinweis auf das Auto, bei dem es sich um eine schwarze Mercedes-Limousine mit einem slowenischen Kennzeichen, gehandelt habe, war sehr auffällig. Die Tafel soll die Ziffern 7 und 5 beinhaltet haben. Doch die Fahndung nach dem Wagen und dem Fahrer, den der Bub auf 20 bis 25 Jahre schätzte, blieb erfolglos.

Voll informiert über den Vorfall seien danach auch alle Schulen und die Eltern im Raum Weyer geworden, berichtete Vizebürgermeister Adolf Brunnthaler. Den Kindern habe man in den Schulen das richtige Verhalten in solchen Fällen nähergebracht. Andere Vorfälle wurden nicht bekannt.