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Chronik Oberösterreich
05/09/2012

Einigung bei Tauziehen um Lohn

Das Gehalt für Gemeindebedienstete wird ab 2013 je nach Verdiensthöhe um ein Prozent (maximal 20 Euro) angehoben.

von Jürgen Pachner

Sichtlich entspannt kommentierte Norbert Haudum am Mittwoch die mit Landeshauptmann Josef Pühringer erzielten Vereinbarungen bei den Gehaltsverhandlungen für den öffentlichen Dienst. „Ich glaube, es ist nicht das schlechteste Ergebnis“, übt sich der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebedienstete (GdG) in übertriebener Bescheidenheit.

Tatsächlich scheint seine Strategie, die Landesspitze mittels Streikdrohung zurück an den Verhandlungstisch zu bringen, voll aufgegangen zu sein. „Wenn man bedenkt, dass wir von Null ausgegangen sind und uns nur Einmalzahlungen angeboten worden sind, kann sich dieses Resultat schon sehen lassen.“

Die vorläufige Einigung sieht vor, dass abweichend von der Nulllohnrunde im Bundesdienst die Gehälter der Landes- und Gemeindebediensteten mit 1. 1. 2013 – je nach Einkommenshöhe – um ein Prozent, maximal jedoch um 20 Euro, angehoben werden. „Damit bekommen alle eine Gehaltserhöhung, die auch nachhaltig und lebenslänglich wirkt“, betont Haudum. Die ersten Rückmeldungen aus der Basis seien auch durchwegs positiv ausgefallen.

Der 55-jährige Gewerkschafter lobt das konstruktive Klima, das in den Verhandlungen geherrscht haben soll. „Ein Entgegenkommen war jederzeit erkennbar – das war die Wiederauferstehung einer sozialpartnerschaftlichen Tradition.“
Über das Ergebnis muss am Freitagvormittag noch im GdG-Landesvorstand beraten werden: „Es wird demokratisch entschieden, ob wir annehmen oder nicht.“

Gute Lösung

Von einer in fairer Weise erzielten Einigung spricht auch Landeshauptmann Josef Pühringer. „Das Ergebnis ist eine gute Lösung. Die Bezieherinnen kleiner Einkommen bekommen ein Prozent Lohnerhöhung – und die mit einem  Verdienst von mehr als 2000 Euro einen Fixbetrag von 20 Euro pro Monat.“
Auch die Grünen begrüßen die Einigung: „Uns war wichtig, dass es besonders im kleineren Einkommenssegment nicht zu einer nachhaltigen Schlechterstellung kommt“, sagt die Landtagsabgeordnete Maria Buchmayr.

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