© Hannes Markovsky

Chronik Oberösterreich
12/05/2011

Einbrecher zerstachen Polizei-Reifen

Juwelier in Steyr beklagt 100.000 Euro Schaden.

von Jürgen Pachner

Um sich gegen eventuelle Verfolger in eine gute Startposition zu bringen, beschädigten Juwelier-Einbrecher Donnerstagfrüh in Steyr vor ihrem Coup zwei Streifenwagen. Die unbekannten Täter hatten es auf einen der Läden des Juweliers Hermann Widgruber in der Altstadt abgesehen. Nur 200 Meter davon entfernt befindet sich eine Polizeistation.

Die Kriminellen stachen die Reifen bei zwei Polizeiautos auf, die davor geparkt waren. Zum Zeitpunkt des Einbruchs, um 5.16 Uhr, war es noch dunkel. Mit einem Vorschlaghammer zertrümmerten die - laut Augenzeugen - drei bis vier Männer die Auslagenscheibe und stahlen ausschließlich Eheringe. Dann flüchteten sie in einem dunklen Lieferwagen. Schaden: 100.000 Euro.

"Das Ganze ist sehr bitter, weil die gestohlenen Stücke leider nur zum Teil durch eine Versicherung gedeckt sind", sagt Widgruber. Der 59-Jährige ist unmittelbar nach dem Coup von der Polizei geweckt worden. "Die Alarmanlage hat tadellos funktioniert - bis die Polizisten aber zu Fuß hergekommen sind, waren die Täter schon weg." Die Zeitspanne dazwischen: Zwei bis drei Minuten. "Das waren Profis, die den Tatort ganz genau ausgekundschaftet haben."

Widgruber betreibt sein Geschäft seit 30 Jahren. In der Zeit gab es sieben Einbruchsversuche. "Das Sicherheitsglas hat immer standgehalten, doch dieses Mal war die Gewalteinwirkung zu groß."

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