Ehedrama: Frau kann sich nicht erinnern

Welser Wohnblock: Nachdem ein Mann seine Gattin schwer verletzte, sprang er in den Tod.
Foto: apa RUBRA/LAUBER

Welserin hat, nachdem sie ihr Ehemann am Dienstag attackierte, keine Erinnerungen an die brutalen Ereignisse.

Jene 38-jährige Frau, die am Dienstag im Welser Stadtteil Noitzmühle von ihrem Mann attackiert und am Kopf schwer verletzt wurde, bleibt nach ersten Einschätzungen der Ärzte ohne Erinnerungen an die brutalen Geschehnisse.
"Aufgrund der Gedächtnislücken sei es fraglich, ob die Tat durch eine Einvernahme des Opfers jemals restlos geklärt werden kann", sagte Josef Hanl von der Polizei Wels am Samstagnachmittag.
In der Nacht auf Dienstag ereignete sich das Ehedrama bei der Welser Familie, die nach außen hin als intakt gegolten hatte: Im Zuge eines Streites dürfte der 47-jährige Mann auf seine 38-jährige Gattin losgegangen sein. Der 16-jährige Sohn, der zum Zeitpunkt des Dramas bereits im Bett lag, fand seine schwerverletzte Mutter. Der 47-jährige war nach dem Vorfall aus dem Fenster im zehnten Stock gesprungen. Er konnte von seinem 16-Jährigen Sohn und dessen 19-jährigen Bruder nur noch tot vor dem Haus liegend aufgefunden werden. Die Polizei schließt Fremdverschulden beim Tod des Mannes aus. Die Söhne des Paares werden seitdem psychologisch betreut.
Aufgrund der neuen ärztlichen Erkenntnisse könnte es auch unklar bleiben, was der Auslöser für den Streit der Eheleute war oder welcher Umstand den Zwist eskalieren ließ. Auch wie und womit der Frau die schweren Verletzungen am Kopf zugefügt wurden, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

(kurier) Erstellt am
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