Chronik | Oberösterreich
03.09.2017

Das Ars-Electronica-Festival

Das Ars-Electronica- Festival präsentiert zukünftige Einsatzbereiche von Robotern. Mit über 500 Events ist das Angebot so groß wie nie.

Kann ein Mensch einen Roboter lieben? Oder müssen wir zukünftig sogar um die Gunst von Robotern buhlen, weil sie uns beherrschen?

Beim diesjährigen Ars-Electronica-Festival, das nächste Woche über die Bühne geht (7.–11.9), richtet sich der Blick auf künstliche Intelligenz. Das Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft interessiert sich dabei für die Visionen, Erwartungen und Befürchtungen, die Menschen mit der Vorstellung von künstlicher Intelligenz verbinden.

"Wir veranstalten keine Leistungsschau der aktuellen Robotermodelle, wollen aber hinterfragen, wie sich Menschen zukünftig von Maschinen unterscheiden können. Je menschenähnlicher Roboter werden, umso ängstlicher reagieren wir auf die Geräte aus Plastik. Werden sie aber in der Liebe eingesetzt, kann die Ähnlichkeit nicht groß genug sein", meint Christine Schöpf, künstlerische Leiterin des Ars Electronica Festivals. Die Artificial-Intimacy-Ausstellung in der Postcity am Linzer Bahnhofsgelände widmet sich daher der Frage, wie es um die emotionale Bindung zwischen Mensch und Maschine bestellt ist.

Ebenfalls in der Postcity werden am 11. September ab 10.30 Uhr die zehn wichtigsten Technologietrends für die nächsten zehn Jahre vorgestellt. Sie reichen von der digitalen Geldeinheit Bitcoin über autonome Autos bis zu smarten Assistenten.

Konzertnacht

Insgesamt umfasst das diesjährige Angebot mehr als 500 Events, die von rund 1000 Künstlern, Wissenschaftlern oder Unternehmern getragen werden. Damit Besucher nicht die Übersicht verlieren, bietet das Festival unter dem Motto "We guide you" spezielle Führungen an. Diese sind auf das Alter, die Interessen sowie die Herkunft der angepasst.

Musikalisches Highlight des diesjährigen Ars-Electronica-Festivals ist die Konzertnacht. Erstmals tritt Markus Poschner als Chefdirigent des Bruckner Orchesters an. Seinen ersten großen Auftritt stellt er unter das Motto Aufbruch und verschreibt sich dabei dem Experiment und der Improvisation.

Im Zentrum stehen die beiden Innensätze der Achten Sinfonie von Anton Bruckner. "Es ist schön, beim Festival dabei zu sein. Die vielen Projekte sind atemberaubend. Ich bin glücklich, Leuten ohne Schranken im Kopf zu begegnen", sagt Poschner.

Die große Konzertnacht in der Postcity beginnt am Sonntag, 10. September, um 20 Uhr.

Biologische Nahrung

"Wer mit Robotern Schritt halten will, muss sich biologisch ernähren, um gute Leistungen zu bringen", erklärt der künstlerische Leiter des Festivals, Gerfried Stocker. Der große Biobauernmarkt bietet am Samstag, den 9. September, Gelegenheit, hochwertige Bioprodukte aus ganz Oberösterreich zu verkosten. Beginn ist in der Postcity um 10 Uhr.

Autor: Peter Pohn