Chronik | Oberösterreich
10.12.2017

Daniel Müller-Schott tritt im Brucknerhaus auf

Das Brucknerfest 2018 nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch Bruckners Leben.

Der Münchner Cellist Daniel Müller-Schott tritt am Donnerstag, 14. Dezember um 19.30 Uhr mit dem Bruckner Orchester Linz und unter der Leitung des Dirigenten Bruno Weil im Brucknerhaus Linz auf.

Tschaikowskys Idol

Am Programm stehen Wolfgang Amadeus Mozarts Divertimento in D-Dur, Peter Iljitsch Tschaikowskys Vation über ein Rokoko-Thema und George Bizets Symphonie Nummer eins in C-Dur.

Die beliebten Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester gelten als höchst anspruchsvoll. Tschaikowsky wandte sich stilistisch ins 18. Jahrhundert und huldigte Mozart, seinem Idol. Das Thema stammt allerdings von ihm selbst und nicht aus dem Rokoko. Die Konzertbesucher werden Daniel Müller-Schott als Solisten erleben. Die New York Times beschreibt ihn als "ein furchtloser Spieler mit überragender Technik". Ein Jahr lang wurde er von Jahrhundert-Cellist Mstislaw Rostropowitsch unterrichtet und tritt heute als Solist weltweit mit führenden Orchestern auf.

Bruno Weil kann auf Gastauftritte bei namhaften Orchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern, sowie der Staatskapelle Dresden zurück blicken. Er wurde mehrfach mit dem Klassik-Echo ausgezeichnet.

Auf der Spur Bruckners

Zum Brucknerfest 2018 will der designierte künstlerische Leiter des Brucknerhauses, Dietmar Kerschbaum, die Besucher mit auf eine Reise nehmen. Es soll eine Reise auf den Spuren von Anton Bruckners Leben werden. Mehr als 30 Veranstaltungen sind für die etwas mehr als fünf Wochen geplant.

Die thematische Verknüpfung von Ansfelden, St. Florian und Linz mit Stationen im Leben des berühmten Organisten wird sich auch durch die Wahl der Veranstaltungsorte zeigen.

Am 4. September, Bruckners Geburtstag, wird ein Geburtstagskonzert in Ansfelden statt finden, unter anderem mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart. Von ihm werden auch beim Abschlusskonzert zu Bruckners Todestag in St. Florian zwei Werke zu hören sein, nämlich die Messe in c-moll und das Requiem in d-moll.

Für das zweite Septemberwochenende ist eine Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica Center im Rahmen des Ars Electronica Festivals geplant.

Die Abende des 20. September und des 8. Oktober werden Goethes Faust gewidmet. Mitwirkende sind unter anderem der Tschechische Philharmonische Chor Brno bei Faust I und der Philharmonia Chor Wien, sowie die Staatskapelle Weimar.

Der gebürtige Linzer Schauspieler und Sprecher Wolfgang Böck liest am 3. Oktober in Böck ist Bruckner Auszüge aus Bruckners Korrespondenz. Begleitet wird er von der Sopranistin Elisabeth Wimmer und dem Pianisten Daniel Linton-France.