Bund und Land wollen "Digitales Amt"

Landeshauptmann Stelzer Thomas, ÖVP, Bundesministe…
Foto: /Land OÖ/Denise Stinglmayr LH Stelzer und Bundesministerin für Digialisierung und Wirtschaftsstandort Schramböck

Ministerin Schramböck und Landeshauptmann Stelzer vereinbaren enge Kooperation beim digitalen Ausbau. Bald die wichtigsten zehn Behördengänge von daheim aus zu erledigen.

Bei ihrem Antrittsbesuch bei Landeshauptmann Thomas Stelzer, ÖVP,  kündigte die Ministerin für Digitalisierung und den Wirtschaftsstandort Margarete Schramböck, ÖVP,  ein enges Kooperationsprojekt mit dem Land OÖ zum Thema Digitalisierung an. OÖ habe sich in Sachen E-Government einen Vorsprung erarbeitet, meinte die Ministerin. Umgekehrt soll dem Bundesland bei der Schaffung von digitaler Infrastruktur vor allem in ländlichen Gebieten "von Steyr bis Bad Goisern" geholfen werden. Der Standard der Breitbandinfrastruktur müsse in ländlichen Regionen an die Städte angepasst werden, nannte die Ministerin ein Ziel für OÖ. 

An sieben Tagen der Woche, 24 Stunden lang soll der Bürger von daheim Zugang zu amtlichen Angelegenheiten bekommen, nannte Landeshauptmann Stelzer ein Ziel. Die zehn wichtigsten Behördengänge sollen in naher Zukunft digital bewältigbar sein, kündigte die Ministerin an. Vorrangiges Ziel sei nicht die Einsparung, sondern das Service für die "Kunden". Der Spareffekt stelle sich im Nachhinein ohnehin ein, meinte sie. Dennoch sei in der Regierungsvereinbarung festgeschrieben, dass jede dritte frei werdene Planstelle beim Bund nicht nachbesetzt wird, erklärte sie. 

Die Ministerin betonte die Wertigkeit Oberösterreichs als Wirtschafts- und Exportmotor Österreichs. Digitale Ausbildung von Fachkräften sei einer ihrer weiteren Schwerpunkte. So habe man in den vergangenen vier Wochen 13 neue Berufsbilder, die eng mit digitaler Ausbildung verwoben sind, geschaffen.

Im Bezug auf die Mängel in der Verkehrsinfrastruktur versprach die Ministerin OÖ bei seinen Anliegen beim zuständigen Fachminister zu unterstützen. Gespräche seien bereits aufgenommen, sagte Stelzer. Einmal mehr forderte er beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs vom Bund die selbe finanzielle Unterstützung, wie sie die Bundeshauptstadt Wien beim Ausbau ihres Öffi-Netzes bekommt.

(kurier) Erstellt am
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