Bei Juwelierraub war Profibande am Werk

Blitzraub: Räuber räumten Vitrinen leer © Bild: KURIER/Wolfgang Atzenhofer

Linz. Gestohlener Fluchtwagen wurde in der City gefunden, keine Hinweise auf die vier Täter.

Die Polizei konnte bei der Fahndung nach der vierköpfigen Bande, die Donnerstagvormittag in Linz den Promi-Juwelier Wild überfallen hatte, eine erste Spur sichern. Am gestrigen Freitag wurde in der Linzer Innenstadt der grüne Fluchtwagen der Räuber sichergestellt.

Einer der Täter: Ungeniert, unmaskiert
Raubüberfall Linz Juwelier © Bild: /Polizei
"Das war eine Profitruppe", ist man sich bei der Linzer Polizei sicher. Aufgrund der Art und Weise, wie die vier Täter mitten in der wichtigsten Linzer Einkaufsstraße den Raubüberfall durchgezogen haben, geht die Polizei davon aus, dass eine international agierenden Bande am Werk war, erklärte Polizei-Sprecherin Heide Klopf.

Wenig brauchbare Hinweise erhielten die Ermittler bislang zu den noch Donnerstagabend veröffentlichen Bildern von drei Mitgliedern der Bande. Die Fotos stammen aus der Videoüberwachung des überfallenen Geschäfts in der Linzer Landstraße. "Dafür haben sich Leute gemeldet, denen ein falsch geparktes Auto im Innenstadtbereich aufgefallen war. Es handelte sich um das gestohlene Fluchtauto", schilderte Klopf. Der grüne VW Vento war in der Nacht von Sonntag auf Montag in Wels gestohlen worden. Nähere Hinweise zum Fundort des Wagens wollte die Polizei vorerst nicht geben. Kriminalisten hofften, im Wagen Spuren der Täter zu finden.

Hinweise

Obwohl die kaltblütig agierenden Gauner gegen 9.45 Uhr nur leicht oder gar nicht vermummt ins Geschäft stürmten und dabei auch gefilmt worden waren, gibt es offiziell vorerst keine Hinweise auf deren Identität. Wie berichtet, verzichtete einer der Täter sogar völlig auf eine Maskierung. Die anderen Kriminellen mit ausländischem Aussehen trugen Kappen und Sonnenbrillen.

Die zwei Angestellten und die Kundin, die beim Überfall im Geschäft waren, schrie ein bewaffneter Räuber mit den englischen Worten "lay down, lay down" an. Auch Übereinstimmungen mit anderen Überfällen im In- und im Ausland seien der Polizei vorerst nicht bekannt, meinte Klopf. "Diese Banden arbeiten fast immer mit wechselnden Akteuren", erklärte sie.

Über die Höhe der Beute herrscht Stillschweigen. Nur soviel: Bei der Beute handelte es sich um Uhren der Marke Rolex.

( kurier.at ) Erstellt am 22.07.2017