Gmunden, Sex-Überfall, Opfer

© salzi.at/cityfoto Montage: KURIER

Oberösterreich
07/17/2013

52-jähriges Sexopfer nach Operation in Spital gestorben

Gehirnschwellung endete tödlich. Sexopfer Ingrid S. konnte Namen des Täters nicht mehr preisgeben.

von Jürgen Pachner

Die Ärzte des Linzer Wagner-Jauregg-Spitals waren schlussendlich machtlos. Dienstagabend verloren sie den Kampf um das Leben der 52-jährigen Unternehmerin Ingrid S. aus Gmunden.

Wie berichtet, waren bei dem seit zehn Tagen im künstlichen Tiefschlaf liegenden Verbrechensopfer plötzlich untertags massive gesundheitliche Komplikationen aufgetreten. Der Gehirndruck stieg stark an, ein operativer Eingriff war unumgänglich. Den Medizinern gelang es anschließend nicht mehr, den Zustand der Frau zu stabilisieren. Die zweifache Mutter erlag den Folgen des brutalen Sexüberfalls in der Nacht zum 7. Juli im Garten ihres Hauses. S. wurde erst rund 50 Stunden später von einer Freundin bewusstlos gefunden. Sie hatte gravierende Kopfverletzungen.

„Es wurde eine Obduktion angeordnet, die die genaue Todesursache und weitere auf den Vorfall zurückzuführende Verletzungen klären soll“, bestätigt Christian Hubmer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wels.

Mordermittlungen

Durch den Tod von Ingrid S. werden die polizeilichen Erhebungen in dem Fall nun deutlich schwieriger. Das Opfer konnte zu dem Überfall nicht mehr befragt werden. Die Fahnder des LKA OÖ hatten gehofft, von ihr den Namen des Täters zu erfahren.

Seit Sonntag sitzt ein 38-jähriger Tenniskollege in U-Haft. Er wird zwar von Indizien belastet, streitet die Tat bisher aber ab. Gegen den verheirateten Familienvater wird nun wegen Mordes und Vergewaltigung ermittelt. Einvernehmlichen Sex mit S. soll er bereits zugegeben haben. Die Polizei hat am Tatort sowie an der Kleidung und am Körper des Opfers Spuren gesichert, deren Auswertung noch nicht abgeschlossen ist. Bis alle Ergebnisse vorliegen, könnten rund ein bis zwei Wochen vergehen.

Nachdem die schwer Verletzte gefunden wurde, hatten Fahnder mit einem Spürhund den Tatort abgesucht. Das Tier führte die Beamten vom Villenviertel durch das Zentrum bis zu einer Mülltonne. Dort könnte der Täter Belastungsmaterial entsorgt haben. Dann ging es weiter zu einem Bach und einem Parkplatz, wo sich die Spur verlor.

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