Chronik | Oberösterreich
22.12.2012

49-Jähriger starb, Kinder blieben unversehrt

Die Serie schwerer Unfälle reißt nicht ab: Zuletzt gab es einen Toten und mehrere Verletzte.

Drei Tage vor Weihnachten ereignete sich im Bezirk Vöcklabruck eine Tragödie , aber auch ein Wunder. Während ein 49-jähriger Mann bei einem Frontalzusammenstoß sterben musste, überlebten zwei kleine Kinder im anderen Fahrzeug unversehrt.

Freitagabend, 19.25 Uhr: Eine Familie aus Deutschland ist auf der Passauer Landstraße im Ortsgebiet von Rutzenham unterwegs. Am Steuer sitzt ein 63-Jähriger aus München, neben ihm seine 56-jährige Gattin. Auf der Rückbank sind die 34-jährige Tochter des Paares sowie Enkelin und Enkel, ein und drei Jahre alt. Auf einem geraden Straßenstück schießt ihnen auf ihrer Fahrspur plötzlich ein dunkler Wagen entgegen. Den Bruchteil einer Sekunde später bohren sich die beiden Autos förmlich ineinander. Siegfried G. ist auf der Stelle tot. Warum der 49-Jährige aus Ottnang am Hausruck auf die Gegenfahrbahn geraten ist, steht noch nicht fest, bestätigt die Polizei. Rätselhaft ist, dass es am Unfallort überhaupt keine Bremsspuren gibt.

Viel Glück

Die deutsche Familie überlebte mit viel Glück. Während die Kinder am Rücksitz mit einem Schock davonkamen, mussten Mutter und Oma im Spital versorgt werden. „Der Lenker war mit den Beinen eingeklemmt und hatte schwere Verletzungen, war aber bei Bewusstsein. Die anderen Insassen konnten ohne Hilfe aussteigen“, schildert Feuerwehrkommandant Markus Voglhuber.

Unglücklicher Zufall

Pech hatte hingegen ein 18-jähriger Tiroler Freitagvormittag auf der Westautobahn (A1) bei Seewalchen. Als er auf den Rastplatz Oberwang abbiegen wollte, geriet er auf der schneenassen Straße ins Schleudern und rammte den Aufpralldämpfer der Leitschienen.

Diese Kollision überstand er vorerst unverletzt und stieg aus, um den Schaden zu begutachten. In diesem Moment rutschte jedoch ein nachkommender 56-jähriger Lenker aus Embach im Pinzgau in den stehenden Wagen des 18-Jährigen. Dabei wurde dieser von dessen Auto erfasst und weggeschleudert. Er erlitt dabei schwere Verletzungen. An beiden Wagen entstand Totalschaden. Ein ähnlicher Fall hatte sich am Donnerstag auf der A1 bei Haid ereignet. Eine 29-jährige Wienerin stieg nach einem Auffahrunfall aus und wurde, als ein nachfolgender Lkw in ihren Wagen stieß, eingeklemmt. Die Frau starb im Spital.