Chronik | Niederösterreich
04.03.2018

Zu Gast: Stadtmadl sucht Genuss

"Bauer sucht Frau"-Moderatorin Arabella Kiesbauer lässt sich von den Brüdern Rosenbauch verwöhnen.

Man kennt sie hauptsächlich im Dirndl, zum Interview ins Restaurant Rosenbauchs kommt Arabella Kiesbauer aber leger gekleidet, mit weißer Bluse und schwarzer Lederjacke. "Ich trag‘ sehr gerne Dirndl, auch wenn ich jetzt nicht so die klassische Dirndltante bin. Ich find’ einfach, das schmeichelt jeder Frau", sagt die Moderatorin, die bald wieder für die Sendung "Bauer sucht Frau" vor der Kamera steht.

Seit 30 Jahren sieht man die österreich-deutsche Moderatorin mit ghanaischen Wurzeln auf den heimischen Fernsehschirmen, sie führte durch Sendungen wie X-Large, Starmania und Kiddy Contest und moderierte Veranstaltungen wie den Opernball, den Lifeball und den Eurovision Song Contest. "Der Kontakt mit den Menschen, das ist das Schönste an meinem Beruf. Und dass es niemals langweilig wird. Ich brauch’ immer etwas Neues und bin ein sehr neugieriger Mensch", erklärt Kiesbauer. Schon als Kind sei sie voller Energie gewesen. "Wenn ich irgendwo Musik gehört habe, hab’ ich mich hingestellt und getanzt", erinnert sie sich.

Speisen wie Alaba

Auch beim Essen zeigt sich die Power–Frau offen und lässt sich zu einem Überraschungsmenü überreden. Die Zwillingsbrüder Franz und Karl Rosenbauch führen das Haubenrestaurant in Ebreichsdorf (Bezirk Baden) in vierter Generation. "Der Beruf wurde uns in die Wiege gelegt", erzählt der Weinakademiker Karl Rosenbauch. Neue Kompositionen und heimische Klassiker kommen hier auf den Tisch, viel Wert wird auf regionale Produkte gelegt: Der Zander stammt direkt aus dem Neusiedler See, das Bio-Entchen wurde in Rohr im Gebirge (Bez. Wr. Neustadt-Land) gezüchtet. Franz Rosenbauch, "Chéf de cuisine", bekocht auch das österreichische Fußballnationalteam, wenn dieses im Ausland unterwegs ist. "Das hat sich zu einer wirklichen Liebe entwickelt und ist eine großartige Möglichkeit, andere Länder und Küchen zu entdecken", erzählt der Küchenchef.

Weltenbummlerin

Die Nachspeise – hausgemachtes Schokoladeneis – hat es Arabella Kiesbauer besonders angetan. "Ich esse alles und bin eine große Genießerin. Vor allem Schokolade kann ich nicht widerstehen", sagt die zweifache Mutter augenzwinkernd. Hinter dem Herd steht Kiesbauer allerdings weniger gerne. "Natürlich koche ich, aber ohne große Leidenschaft. Ich lasse mich lieber bekochen."

Vor allem die asiatische Küche schmeckt der Moderatorin. Ihren "Sehnsuchtsort" hat die 48-Jährige in Thailand gefunden. "Früher war ich dort oft mit dem Rucksack unterwegs, ganz nah an Land und Leuten. Asien ist wahnsinnig spannend: Vietnam, Kambodscha, Indonesien. Ich reise sehr gerne und bin viel herumgekommen", erzählt Kiesbauer.

Das Wochenende verbringt die Wienerin am liebsten an ihrem Zweitwohnsitz in Niederösterreich. "Ich bin froh, wenn unsere Freizeit nicht verplant ist und wir das Wochenende für uns haben." Langweilig wird dem Energiebündel aber selten, neben Klavierspielen und Spanisch lernen kommt ständig etwas Neues auf ihre To-do-Liste: "Ich lebe im Jetzt. Wenn ich etwas machen will, dann tue ich das auch. Ich bin niemand, der Dinge vor sich her schiebt", sagt Kiesbauer. Ihr nächstes Projekt: "Unsere Wohnung zu renovieren."

Zum Abschied wird noch ein kleiner Gruß aus der Küche aufgetischt: Kaiserschmarren. Den serviert Franz Rosenbauch übrigens auch den Spielern des Nationalteams am Abend vor jedem großen Auslandsmatch. Für die Tore sind dann die Spieler zuständig.