In Schwechat treten die Neos mit neun Kandidaten rund um Michael Sicha an.

© NEOS

Schwechat
12/21/2014

"Wollen mitbestimmen, ob wir uns Multiversum weiter leisten"

NEOS wollen mit neun Kandidaten die Politik in der Stadtgemeinde aufmischen.

von Katharina Zach

Neun Kandidaten stehen in Schwechat auf der Wahlliste der Neos – sie ist damit die größte Liste der pinkfarbenen Partei in Niederösterreich. Der Wunsch, den Stillstand in der Gemeindepolitik zu beenden und mehr Möglichkeiten zu Mitgestaltung zu erhalten, war die Motivation der Kandidaten, sich politisch zu engagieren.

"Unser drängendstes Thema ist das Multiversum", erklären Spitzenkandidat Michael Sicha sowie Regionalkoordinator und Listen-Vierter Norbert Etz, was ihnen vor der Gemeinderatswahl unter den Nägeln brennt. "Wir fordern die Erarbeitung zweier klarer Szenarien für die Zukunft des Multiversum und anschließend eine verbindliche Bürgerbefragung", sagt Sicha: "Wir wurden nicht gefragt, als uns die ’Halle für alle’ hingestellt wurde. Nun sollen wir wenigstens alle mitbestimmen können, ob wir sie uns weiter leisten wollen. Und wir wollen wissen, was die Konsequenzen sind, wenn sie geschlossen würde." Generell wollen die Neos auf mehr Bürgerbeteiligung setzen.

Große Fehler

An der roten Stadtpolitik der vergangenen Jahre lassen sie naturgemäß kein gutes Haar. "Die jahrzehntelange Alleinherrschaft der SPÖ hat Schwechat nicht gut getan. Es sind einige unfassbar große Fehler passiert, bei denen wir uns alle fragen, wie diese überhaupt geschehen konnten. Die treiben uns jetzt gemeinsam in den Ruin", meint der Spitzenkandidat.

Vor allem in den vergangenen Jahren seien Entscheidungen getroffen worden, die Schwechat an den finanziellen Abgrund gebracht hätten, sind die Neos überzeugt. Sie fordern, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. "Manche Beschlüsse der letzten Zeit verstehen wir überhaupt nicht – wie man etwa dafür stimmen kann, keine Schadenersatzklagen bei Multiversum etc. anzustrengen." Daher würden sie auch den Initiativantrag der Grünen unterstützen, mit dem diese Beschlüsse gekippt werden sollen.

Ziel der Neos ist es, in den Gemeinderat einzuziehen. Neben Sicha kandidiert Christoph Mautner-Markhof und die 19-jährige Franziska Teufel auf den ersten drei Plätzen. Ihnen sei klar, dass sie keine Heilsbringer seien. "Wir sind Pragmatiker: Wir wollen Lösungen jenseits von Machterhalt und Selbstdarstellung."

Kandidatur im Speckgürtel

Auch bei einer betont jungen Bewegung geht es nicht immer ganz ohne Phrasen. „Qualität statt Quantität“, meint Helmut Hofer-Gruber über die Neos im Gemeinderatswahlkampf Industrieviertel.
Hofer-Gruber ist Spitzenkandidat in der Stadt Baden und Regionalkoordinator für den Bezirk. Mit Baden, Ebreichsdorf, Alland, Pottendorf und Oberwaltersdorf treten die Neos in fünf Gemeinden an. Nur in Mödling ist es mit Achau, Brunn/Gebirge, Guntramsdorf, Maria Enzersdorf, Münchendorf und Perchtoldsdorf um eine mehr.

„Transparenz, Bürgerbeteiligung und die Budgets ziehen sich als Themen auf kommunaler Ebene durch“, so Hofer-Gruber, „wir treten auch in den Gemeinden mit dem Ansatz an, mitgestalten zu wollen.“
Wie schon bei den vergangenen Wahlen soll der Speckgürtel im Süden Wiens das Neos-Kernland sein. „Hier haben wir unsere Wähler. Wo wir kandidieren, wollen wir es auch schaffen“, so Hofer-Gruber. Abgesehen von den Bezirken Mödling und Baden treten die Neos noch in Schwechat, Leopoldsdorf, Wiener Neustadt, Ternitz, Neunkirchen, Willendorf und Breitenau an.

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