Die ehemalige „Grande Dame“ des Radios in ihrem neuen Lokal in Klosterneuburg.

© /Maria Haiderer

Wo Nora Frey aufkochen lässt
12/17/2014

Wo Nora Frey aufkochen lässt

Die frühere Radiomoderatorin über Schicksalsschläge und ihren Einstieg in die Gastronomie

von Maria Haiderer

Immer was Gutes“ ist das Motto des diesen Mai eröffneten Restaurants „Frey am Hauptplatz“ in Klosterneuburg. Und in der kunterbunten Speisekarte ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei: Da lassen sich „Kottan“-Regisseur Peter Patzak und Jazzmusiker Louie Austen gerne im „Wohnzimmer von Klosterneuburg“ nieder. Gleich vier kulinarische Schienen werden geboten. „Wir sind gegen kulinarischen Separatismus“, erklärt Nora Frey. Selbst seit 43 Jahren Vegetarierin, gibt sie zu: „Während der Baustelle bin ich fremdgegangen, mit einer Wurstsemmel.“

Showküche

Das Haus am Stadtplatz 14, 1339 erstmals urkundlich erwähnt, hat es ihr angetan. Mit hohem finanziellem wie logistischem Aufwand wurde renoviert: Sumpfkalk an den Wänden, Ziegeln von der Deponie, 200 Jahre altes Holz aus Abbruchhäusern. In der Showküche kann der Gast dem Koch über die Schulter schauen. Auch die Allergenverordnung wird schon eingehalten, „weil wir so Streber sind“, sagt Frey. Über 20 Jahre war sie Radiomacherin bei Ö3: Zur Jahrtausendwende war dann Schluss. „Ich hab’ gefunden, ich bin zu alt“, sagt Nora Frey, „doch es hatte auch private Gründe.“ Nicht nur im ORF, auch bei Blue Danube Radio, dem Vorläufer des heutigen FM4-Senders, und für Printmedien, auch den KURIER, hat sie gearbeitet. „Ich war immer trimedial. Auf drei Beinen steht man einfach stabiler als auf zweien“, verrät sie.

Sprung ins kalte Wasser

„Mittlerweile weiß ich, wie tief das Wasser ist und wie hoch der Wellengang“, sagt die Quereinsteigerin über die Gastro-Branche. „Ich seh’ mich aber nicht als Wirtin. Ich weiß, wie es schmecken soll, den Weg dorthin überlass’ ich den Profis.“ Schon einige Male hat Frey, die daneben auch noch eine Kommunikationsberatungsfirma betreibt, mit dem Schicksal gehadert: Im Jahr 2009 ein Taucherunfall in Ägypten, ein Jahr später ein Hubschrauberabsturz in Spanien. Zwei Mal war sie auch in schwere Verkehrsunfälle verwickelt. „Beide Male war ich rechtskommend, die Autos total hin und ich halb hin“, erinnert sie sich. „Doch der Helikopter war sicher die härteste Nummer.“ Seither hat sich viel in ihrem Leben verändert: Motorradfahren, Tennis, Skifahren und Mountainbiken zählten zu ihren früheren Hobbys, die sie jetzt nicht mehr ausüben kann. Ihre Konsequenz: „Ich geize mit meiner Restlebenszeit und gehe keine Umwege mehr.“ Durch diese Erfahrungen ist die Klosterneuburgerin auch gelassener geworden: „Alltagsprobleme sind für mich heute lösbar.“

Süßkartoffelsuppe

Zutaten für 4 Portionen

1 Zwiebel400 g SüßkartoffelGewürze (jeweils 1 TL Ingwer,Kurkuma, Koriander, Kreuz-kümmel und Salz)4 EL Milch1 Liter Wasseretwas OrangensaftRapsölPfeffer

Zubereitung

  • Öl in einer Pfanne erhitzen
  • Gewürze anschwitzen
  • Kartoffeln dazugeben
  • Mit Orangensaft ablöschen
  • Mit Wasser aufkochen lassen
  • Suppe mixen
  • Milch beifügen
  • Abschließend abschmecken

Sehr gut dazu passt ein Tomaten- Oliven-Ciabatta.

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