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© Stefanie Tomaschitz

Niederösterreich
07/22/2013

Arzt überlebt bereits den zweiten Jagdunfall

Sonntagfrüh kostete Michael Hahn eine Kugel aus seinem eigenen Jagdgewehr beinahe das Leben.

Vor einigen Jahren war es ein wild gewordener Büffel, der den 66-jährigen Radiologen auf einer Jagdreise in Afrika attackierte und schwer verletzte. Sonntagfrüh kostete Michael Hahn eine Kugel aus seinem eigenen Jagdgewehr beinahe das Leben. Das Projektil zerfetzte dem Mediziner aus Wiener Neustadt (NÖ) die linke Hand.

„Ich weiß, das hätte auch ganz anders ausgehen können.“ Der leidenschaftliche Jäger sitzt im Spitalsbett des Meidlinger Unfallkrankenhauses, wo Ärzte in einer Notoperation zumindest drei Finger der linken Hand retten konnten. Hahn war am Sonntag wie berichtet mit seiner Tochter und einem weiteren Jäger in einem Revier in Seebenstein, Bezirk Neunkirchen auf die Pirsch gegangen. Er saß dabei mit seinem Hund auf einem Hochstand und hatte das Gewehr mit dem Lauf nach oben neben sich stehen. „Im Aufstehen habe ich die Hundeleine in die Höhe gezogen. Diese hat den Sicherungshebel gelockert. Dann ist das Gewehr weggerutscht“, schildert Hahn. Der Mediziner griff reflexartig nach. Dabei ging der Schuss los.

„Im ersten Moment habe ich gedacht, jetzt ist die Hand total kaputt. Ich war überhaupt nicht geschockt, weil ich wusste, dass meine Tochter und ein anderer Jagdfreund auch auf einem Hochstand sitzen.“ Hahn wurde mit dem Hubschrauber nach Meidling geflogen, wo nach der Not-OP weitere Eingriffe anstehen. „Es sind rekonstruktive Operationen notwendig, um die Greiffunktion an den verbliebenen Fingern wieder herzustellen“, schildert Primar Christian Fialka.