Wiener Neudorf: Nachbar soll 17-Jährige sexuell bedrängt haben

Polizei Neusiedl am See…
Foto: POLIZEI NEUSIEDL AM SEE JULIA GEITER/Julia Geiter Die Polizei ermittelt noch.

Der 29-Jährige wurde mittlerweile enthaftet, die Ermittlungen sind nicht abgeschlossen.

Große Aufregung gibt es nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung und versuchten Vergewaltigung gegen einen 29-Jährigen in Wiener Neudorf. Der Syrer soll eine 17-jährige Nachbarin seit Mitte August bedrängt haben. Am Wochenende wurde er verhaftet, am Mittwoch jedoch aufgrund der Verdachtslage wieder frei gelassen.

"Unsere Welt wurde aus den Angeln gehoben", ist die Familie fassungslos. Ihren Eltern vertraute sich das Mädchen erst nicht an. Auch nicht als der Mann sie laut Aussage im Keller des Mehrparteienhauses zum Sex zwingen wollte. Am Freitag soll die Mutter jedoch durch den Türspion beobachtet haben, wie der Asylwerber ihre Tochter gegen den Sicherungskasten drückte, zu Küssen versuchte und begrapschte. Sie erstatteten Anzeige, laut Polizei war der Verdächtige geständig.

Am Mittwoch wurde der Mann jedoch enthaftet. Nach weiteren Einvernahmen habe es keinen dringenden Tatverdacht gegeben, heißt es bei der Staatsanwaltschaft. "Die Gewaltanwendung zur Erzwingung sexueller Handlungen stellt sich als für die Strafverfolgung nicht dringlich da", sagt Sprecher Erich Habitzl. Dennoch wurde seitens der Behörde ein Betretungsverbot für das Wohnhaus und die Umgebung gegen den Syrer verhängt. Die Ermittlungen laufen.

Ungeachtet deren Ausgangs fordert der FPÖ-Gemeinderat Robert Stania nun, dass der Mietvertrag des Mannes gekündigt wird um dem Mädchen den Kontakt mit dem Verdächtigen zu ersparen. Er sagte der Familie auch Unterstützung bei eventuell notwendigen psychologischen Hilfsmaßnahmen zu. So soll die Familie vom Opferschutzverein "Die Möwe" betreut werden. Bürgermeister Herbert Janschka ist ebenfalls "entrüstet". Die Vorwürfe würden zudem die guten Integrationsbemühungen der vergangenen Monate zunichte machen.

(kurier / kaz) Erstellt am