Wellness im Zeichen eines Steines

Ein seltener karibischer Stein ist nicht nur Namensgeber des Hotels Larimar im Burgenland. Er wird auch bei Massagen eingesetzt.

Vor mehr als zwei Jahrzehnten hat im burgenländischen Thermengebiet der moderne Wellnesstourismus begonnen. Seitdem haben sich zahlreiche Hotels diesem Konzept angeschlossen, in der Fülle der Angebote gilt es heute, ein einzigartiges, unverwechselbares Ambiente zu bieten.

Die "Geborgenheit" steht im Zentrum des Hotels Larimar in Stegersbach, rund 145 Kilometer von Wien und 75 Kilometer von Graz entfernt.

Schon die Bauweise des 2007 eröffneten Larimar soll das Wohlfühlen fördern. "Es ist mit Hilfe des alten Wissens aus der Propotionslehre als Oval, in Eiform, gestaltet. Denn das Ei als Ursprung jeden Lebens ist für uns Menschen der Inbegriff von Geborgenheit", erklärt Geschäftsführer Johann Haberl. Zusätzlich wurden weitestgehend ökologische Baumaterialien und unbehandeltes Holz für den Bau verwendet.
In den Gästezimmern spiegeln sich die vier Elemente wieder. So gibt es Erde-, Feuer, Wasser- und Luft-Zimmer - jeweils in den typischen Farben gestaltet. Auch der Restaurant-Bereich entstand nach dieser Vorstellung. Serviert wird hier biologische, naturnahe Küche - und davon reichlich. Als bisher einziges Hotel im Burgenland hat das Larimar dafür die "Grüne Haube" erhalten.

Blaues Juwel

Namensgeber des Thermen-, Spa- und Golfhotels ist ein seltener Edelstein. Der Larimar gilt als das blaue Juwel der Karibik. Durch seine Maserung wirkt er weich und sanft, als "Heilstein" fördert er emotionale und körperliche Gesundung. Er ist vulkanischen Ursprungs und steht daher in besonderer Harmonie zum Wasser. Nicht fehlen darf der Stein bei einer der Spezialitäten des Hauses, der Larimar Stone Massage. Bei dieser Technik werden die Larimarsteine auf bestimmte Energiezentren aufgelegt.

Laut Haberl fußt die Philosophie des Larimar auf einem neuen Ansatz. "Die Ursachen vieler gesundheitlicher Beeinträchtigungen liegen - lange bevor man körperliche Auswirkungen spürt - in unserem Lebensstil sowie in unseren Denk- und Verhaltensweisen. Deshalb versuchen wir mit modernen und innovativen Methoden genau dort anzusetzen", so Haberl, der sich gerne viel Zeit für seine Gäste nimmt und unter anderem zur nächtlichen Fackelwanderung oder zum Plaudern in die Kaminstube lädt. Unter anderem Schwerpunkte des Hauses sind die Behandlungen gegen Schlaflosigkeit, Stress oder auch Entschlackung und Immunaufbau.

Wasser und Hitze

Die einfachste "Kur" ist wohl die Benutzung des 4000 Quadratmeter großen Wellnessbereichs des Larimar. In den Innen- und Außenbecken (im Freien hat man die Wahl zwischen angenehm warmen und etwas kühlerem Wasser) befindet sich ein besonders wirksames Thermalwasser. Haberl: "Dieses hilft bei Gelenkserkrankungen, der Nachbehandlung von Operationsfolgen, bei Hautirritationen und vielem mehr. Wenn man allerdings zu lange im Becken bleibt, macht es gleichzeitig auch sehr müde."
Was aber kein Problem ist, laden doch zahlreiche Ruheräume zum ausgiebigen Relaxen ein.

Gesunde und wohltuende Wärme steht im Mittelpunkt der Saunawelt. Wer es heiß mag, der kann sich in die 90-Grad-warme Finnische Sauna wagen, es stehen aber auch noch "kühlere" Schwitzkabinen zur Verfügung. Besonders empfehlenswert für Haut und Bronchien ist das Kräuter-Soledampfbad. Die Infrarotkabine mit Farblichttherapie eignet sich für längere Saunabesuche. Und auch wenn es schwer fällt: Ein kurzer Sprung in das Kaltwasser-Becken rundet den Sauna-Besuch anschließend erst richtig schön ab.

( KURIER.at ) Erstellt am 05.12.2011