Waldviertel: Frau starb in brennendem Haus

Feuer
Foto: Weisbier Das Dachgeschoß stand bereits im Vollbrand, als die Feuerwehrleute zum Löschen anrückten.

Feuerwehrleute fanden die 52-Jährige tot auf der Treppe zum Dachgeschoß. Beim Einsatz war Löschwasser knapp.

Die Einwohner des Waldviertler Dorfes Grametten im Bezirk Gmünd nahe an der tschechischen Grenze sind geschockt. Für alle gab es am Donnerstag nur ein Thema:  Eine 52-jährige Frau ist bei einem Brand ihres  Einfamilienhauses  ums Leben gekommen. „Ich kann es gar nicht fassen, das war meine Nachbarin“, sagt eine Frau weinend zum KURIER-Reporter. Dann versagt ihre Stimme. Feuerwehrleute fanden die 52-Jährige während des Löscheinsatzes tot auf der Treppe zum Dachgeschoß, in dem das Feuer auch ausgebrochen sein dürfte. Wie es zu dem Brand gekommen ist, untersuchen nun Spezialisten des Landeskriminalamtes Niederösterreich.

Ergebnisse dürfte es vermutlich erst im Lauf des heutigen Tages geben. Weil ihr Mann in der Arbeit war, befand sich die Frau  alleine im Haus, als das Feuer ausbrach. Vermutlich versuchte sie noch, die Flammen zu löschen, doch dürfte ihr der Rauch zum Verhängnis geworden sein.Erst eine Stunde nach Einsatzbeginn fanden die Helfer die Hausbesitzerin und bargen ihre Leiche.

„Das war nicht einfach für die Männer“, sagt Christian Maurer, Kommandant der Feuerwehr Reingers. Die Feuerwehrleute, der Mann der Getöteten und die Nachbarin wurden von Mitgliedern  des Akutteams Niederösterreich psychologisch betreut.

Wassermangel

Wassermangel 17 Feuerwehren mit bis zu 150 Helfern standen im Brandeinsatz. Sie mussten dabei nicht nur gegen das Feuer, sondern auch gegen den Wassermangel wegen der lang anhaltenden Trockenheit kämpfen. Wie berichtet hat es im Waldviertel seit etwa einem halben Jahr nicht mehr ausgiebig geregnet. Die Einsatzkräfte mussten daher lange Schlauchleitungen legen. Nachbarn, wie der Landwirt Johann Kainz, kamen außerdem mit Güllefässern zu Hilfe, um Löschwasser zu transportieren. Die Waldbrandgefahr war laut Maurer erheblich: „Das Haus steht an der Rückseite fast direkt am Wald, also haben wir auch von dieser Seite gelöscht, damit das  Feuer nicht übergreift.“

(kurier / Gilbert Weisbier, Johannes Weichhart) Erstellt am
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