Wachau im Glas, jede Lage für sich

Die Domäne Wachau schließt die Lücken im Einzellagen-Angebot: Auch Pichlpoint ist jetzt ein Fixpunkt im Sortiment.

Die Domäne Wachau hat diese Woche über den Dächern der Wiener City den neuen Jahrgang präsentiert. In der erste Bank Lounge am Graben stand das komplette Sortiment zur Verkostung. Fachjournalisten verkosteten je vier Smaragd-Veltliner und -Rieslinge. Gefolgt von vier großen Rieslingen aus der ganzen Welt. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass im Top-Segment die Grünen Veltliner mit dem schwierigen Jahr 2008 besser zurecht kamen, als die Rieslinge. Diese Tendenzen sind auch über die Grenzen der Wachau hinaus bemerkbar. Aber dank aufwendiger Lese, die sich über mehr als 11 Wochen zog, konnte Kellermeister Heinz Frischengruber wieder sehr freine Weine machen. Entscheidend war dabei, dass jeder Weingarten mehrmals selektiv gelesen wurde.

Pichlpint - Mehr als ein Lückenfüller

Auch heuer kann Weingutsleiter Roman Horvath wieder mit spannenden Novitäten aufwarten. Mittlerweile kann die Domäne Wachau von allen namhaften Terrassen-Einzellagen eigene Weine präsentieren. Die letzte Lücke wurde mit dem Grünen Veltliner Smaragd Pichlpoint geschlossen. Die Lage, die vor allem durch den großartigen Wein von Johann Schmelz bekannt wurde, liegt bei Joching und verfügt über eine deutliche Lössauflage. Daher zeigen sich die Weine dieser Lage besonders fruchtig und elegant und verfügen über ausgeprägten Schmelz. Der 2008er zeigte rauchige Aromen mit verspielten Blütenduft und Honiganklängen. Am Gaumen mit schöner Mineralik und geschmeidiger Konsistenz.

Neu sind auch die Einzellagen Bruck/Spitzer Graben, woher ein Riesling Federspiel stammt und der Kaiserberg in Dürnstein mit einem Grünen Veltliner Federspiel. Für den deutschen Markt wurde eine ganz neue Weinlinie kreiert, der "Burggarten". Es handelt sich dabei um eine exklusive Lagenselektion von Terrassenweingärten aus dem östlichen Teil der Wachau. Die Kombination von kargen Urgesteinsböden und dem warmen pannonischen Klimaeinfluss bringt Weine hervor, die durch ihre kraftvolle Eleganz beeindrucken. Namensgebend ist die Burgruine Dürnstein, in deren Schutz von seit Jahrhunderten Rebstöcke kultiviert werden.

Geschichte

Die Domäne Wachau ist ist eine genossenschaftliche Organisation, die 420 Hektar der Wachauer Weinberge bewirtschaftet, das sind immerhin 30 Prozent der gesamten Anbaufläche. Die Domäne Wachau strebt als Mitglied der Qualitätsgemeinschaft Vinea Wachau Nobilis Districtus nach höchsten Qualitäten und bieten im Rahmen dieser Vereinigung Weine der Kategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd an. Dabei handelt es sich um Qualitäts-Abstufungen, Smaragd stellt die Königsklasse dar. Nur eigene Trauben aus der Wachau werden verarbeitet, der Zukauf von Trauben, Most oder Wein ist nicht erlaubt.

Erstellt am 05.12.2011