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Obersiebenbrunn
12/05/2012

Vom Schwarzfahrer zum Doppelmörder

Ein Jahr nach dem Verbrechen legte ein Slowake (35) ein Geständnis ab.

von Patrick Wammerl

Weil sie dem bettelnden Mann kein Geld gaben, mussten Erika (81) und Gerhard Neugebauer (77) sterben. Ein Jahr nach dem Doppelmord in Obersiebenbrunn im Bezirk Gänserndorf ist die Tat geklärt. Der in Verdacht geratene 35-jährige Slowake Ladislav S. hat den Mord am Dienstag gestanden, bestätigt Chefinspektor Leopold Etz vom nö. Landeskriminalamt (LKA).

Kaltblütig, brutal und berechnend: So wird der Verdächtige von slowakischen Ermittlern beschrieben. Der 35-Jährige war im September nach einem Doppelmord in der Slowakei als Tatverdächtiger festgenommen worden. Wie berichtet, geriet der 35-Jährige daraufhin auch ins Visier der niederösterreichischen Ermittler. Denn das Handy des Slowaken war am Mordtag in der Marchfeld-Gemeinde in einem Mobilfunksender eingeloggt.

Am Dienstag waren die Mordermittler des LKA bei dem Verdächtigen in Bratislava, um ihn zu den Vorwürfen zu befragen. Er legte sofort ein Geständnis ab und schilderte detailliert die abscheuliche Bluttat. Demnach fuhr der 35-Jährige am 12. Dezember des Vorjahres mit dem Zug von Wien in Richtung Bratislava. Weil er kein Zugticket hatte, wurde der Schwarzfahrer in Obersiebenbrunn vom Zugbegleiter auf die Straße gesetzt.

Betteln

Daraufhin versuchte er in Bahnhofsnähe um Geld zu betteln. Durch das offene Gartentor gelangte er auf das Grundstück von Erika und Gerhard Neugebauer. Weil das Paar den Bettler abblitzen ließ, fasste er den Mordplan.
Den Pensionisten erschlug er in einem Schuppen mit einer Rohrzange, die in Griffweite lag. Danach ging er ins Haus, schnappte sich ein Messer und stach 20 Mal auf die 81-Jährige Frau ein. Seinen Angaben nach raubte er dem Paar Schmuck und ein Mobiltelefon. Das Handy fanden die Ermittler tatsächlich bei einem Bekannten des Mannes. Den Schmuck machte er bei einem Pfandleiher zu Geld.

Die Polizei befürchtet, dass der Kriminelle auch noch für andere Straftaten in dem Zeitraum in Österreich in Frage kommen könnte. Sachdienliche Hinweise an das LKA 059133-30-3333

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