Chronik | Niederösterreich
15.05.2017

Unwetter in NÖ: 83-Jähriger starb vor Aufregung an Herzinfarkt

Am Montag sowie am Wochenende sorgten heftige lokale Unwetter für Feuerwehreinsätze.

Heftige lokale Unwetter forderten Montagmittag den Einsatz von fünf Feuerwehren im Bezirk Tulln.

Ein lediglich zehnminütiger Regenguss setzte die B19, Tullner Straße, zwischen Judenau und Gollarn unter Wasser. Hier musste die Feuerwehr den mitgespülten Schlamm beseitigen, um die Straße wieder befahrbar zu machen. Kurz darauf mussten Einsatzkräfte und Helfer in Gollarn mit Frontlader-Traktoren und Schaufeln anrücken, um auch hier den Schlamm zu entfernen. Dieser stand bis zu 15 Zentimeter hoch und war in Hauseinfahrten und Keller eingedrungen.

In Sieghartskirchen waren ebenfalls die B19 sowie die Siedlung Sichelgrund vom heftigen Unwetter betroffen.

Nach wenigen Minuten waren die Regenfälle auch schon wieder vorbei. Laut Franz Resperger Sprecher des niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes, traten solche lokalen Unwetter zuletzt vermehrt auf. "Seit drei, vier Jahren beobachten wir bei der Feuerwehr dieses Phänomen."

Indes waren am Montag bei Ernstbrunn, Bezirk Korneuburg, die Aufräumarbeiten nach den starken Regenfällen am Samstag noch im Gange. Im Ortsteil Klement waren zehn Häuser und mehrere Gärten überflutet worden. "Die Straßen waren reißende Flüsse", sagt Bürgermeister Horst Gangl.

Das Unwetter forderte auch ein Todesopfer: Vor lauter Aufregung, weil sein Garten unter Wasser stand, soll ein 83-Jähriger laut Gangl einen Herzinfarkt erlitten haben. Der Mann stürzte in eine Schlammlacke, Feuerwehrleute zogen ihn heraus und reanimierten ihn. Der Pensionist wurde ins Spital Mistelbach gebracht. Dort starb er jedoch .