Chronik | Niederösterreich
14.12.2017

Unglücksursache für Gasexplosion steht fest

Ein unter großem Druck stehender Metallteil hatte sich gelöst.

Ermittler, Brandsachverständige und Techniker haben die Unglücksursache für die verheerende Explosion in der Erdgasstation Baumgarten in Niederösterreich geklärt. Wie bereits von Anfang an vermutet hat sich bei der Inbetriebnahme einer Filteranlage ein unter großem Druck stehender Metallteil gelöst. Dabei handelt es sich um eine Verschlusskappe des Filterseparators. „Dieses Teil hat ein paar hundert Kilo und ist im Durchmesser fast einen Meter groß. Es wurde gegen einen anderen Anlagenteil geschleudert“, erklärt Chefinspektor Erich Rosenbaum von der Brandgruppe des nö. Landeskriminalamtes. In weiterer Folge hat sich das dabei ausströmende Gas entzündet, wodurch es zur Explosion kam. Der 32-jährige TÜV-Mitarbeiter, Mathias S., der gerade die Filteranlage abnehmen wollte, kam bei der Detonation ums Leben gekommen. 21 Menschen wurden verletzt.

Wieso sich der Teil der Filteranlage unter großem Druck löste, müssen nun Sachverständige klären. Das Material muss dafür genauen Tests unterzogen werden.