Umfahrung: Baubeginn in Kürze

„Der Spatenstich der Umfahrung erfolgt sicher noch vor dem 3. März 2013“

Dieses Jahr soll mit dem Bau der Umfahrung der Bezirksstadt begonnen werden.Der Baubeginn der Umfahrung von Mistelbach heuer sei „fix“, erklärte kürzlich Verkehrslandesrat Karl Wilfing. Ein genauer Termin wurde noch nicht bekannt gegeben. „Ich bin mir sicher, dass der Spatenstich noch vor der Landtagswahl – also vor dem dritten März erfolgen wird“, ätzt Stadträtin Anita Brandstetter, von der Liste aktiver Bürger (LaB). Das viele Geld, das die Umfahrung dem Steuerzahler kostet, sollte laut Brandstetter besser in die Bildung und in die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen investiert werden.

„Wir wurden eiskalt enteignet“, erzählt Landwirt Johann Pretz aus dem Mistelbacher Ortsteil Lanzendorf. Man habe die Grundeigentümer mit dem Hinweis, sie könnten sich ohnehin gegen eine Enteignung nicht wehren, massiv unter Druck gesetzt.

Alfred Pohl, Mistelbachs Bürgermeister, rechnet nicht damit, dass sich der Bau der Umfahrung negativ auf die ortsansässigen Firmen auswirkt, wie von dem einen oder anderem Unternehmer schon befürchtet wird: „Wir haben eine Studie in Auftrag gegeben, die das untersuchen soll. Abgesehen davon kommt es darauf an, wie der Verkehr nach dem Bau der Umfahrung gelenkt wird.“
Dazu Brandstetter: „Wir haben 80 Prozent Quell- und Zielverkehr und nur 20 Prozent Durchzugsverkehr. Wir brauchen keine teure Umfahrung der Stadt.“

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© Bild: KURIER/Solomon
„Durch den Bau der Umfahrung wird das stark frequentierte Stadtgebiet von Mistelbach entlastet“, behauptet hingegen Landesrat Wilfing. Es entstünde eine schnelle Verkehrsachse zwischen der B46 und der B40. Dadurch werde in weiterer Folge eine bessere Anbindung an die A5 ermöglicht. „Insgesamt bringt die neue Umfahrung eine Verkehrsentlastung von bis zu 70 Prozent“, rechnet Wilfing vor.

Trassenverlauf

Die zweispurige, knapp 15 Kilometer lange Umfahrung wird laut den vorliegenden Plänen eine Breite von 8,5 Meter aufweisen. Sie beginnt im Osten bei Kettlasbrunn, verläuft dann weiter in Richtung Westen, umfährt den Ortsteil Ebendorf und quert mit einer Vollanschlussstelle die B46. Danach verläuft die Trasse weiter Richtung West und danach nach Norden, um den Ortsteil Lanzendorf zu umfahren.

Danach erfolgt ihre Anbindung an die B40. Schließlich wird das Zayatal durchquert und nach einem fünfstrahligen Kreisverkehr, mit dem auch der bestehende Park&Ride Parkplatz angebunden wird, geht sie weiter durch das Rosental und wird schließlich mit einem weiteren Kreisverkehr an die B46 nördlich der Bezirkshauptstadt angebunden.

( Kurier ) Erstellt am 08.01.2013