Überraschung: Bürgermeister Albert Pani legt das Amt zurück

Rastenfeld – Knapp vor dem Weihnachtsfest sorgt Albert Pani, ÖVP-Bürgermeister in Rastenfeld, Bezirk Krems, für eine Überraschung. Er bestätigte am Sonntag im Gespräch mit dem KURIER genau das, was bereits als Gerücht herumgeistert. Mit Jahresende zieht der 37-Jährige seinen Hut und legt nach vier Jahren als Chef der 1400 Bürger zählenden Gemeinde sein Amt zurück.

Als Gründe für seinen Rückzug nennt der Unternehmer einerseits die mangelnde Zeit, andererseits Probleme mit seiner Gesundheit. „Im heurigen Jahr war ich mehrmals gesundheitlich angeschlagen“, erzählt Pani. Als Selbstständiger sei er auch nicht in der Lage, genau die Zeit aufzubringen, die ein Bürgermeister-Amt mit sich bringe. „Daher habe ich beschlossen, das Amt mit Jahresende zurückzulegen“, betont Pani. In die Fußstapfen wird Vizebürgermeister Gerhard Wandl treten. Er kandidiert im Jänner bei der Bürgermeister-Wahl und wird – mit der satten VP-Mehrheit von 12 Sitzen im Rücken – das Amt als Gemeindechef übernehmen. Sein Vize soll der VP-Seniorenbeauftragte Anton Reiter werden.

Die Oppositionsparteien trauern Pani keine Träne nach. „Das Gesprächsklima in der Gemeinde kann nur besser werden“, sagt Christian Rößl, Gemeinderat der Bürgerliste „Lebenswerte Gemeinde Rastenfeld“. „Pani war bei den Bürgern nie sehr beliebt. Wir waren schon früher für Wandl“, erklärt SPÖ-Gemeinderat Josef Dastel.

( Kurier ) Erstellt am 20.12.2011