Überfall am Bahnhof war vorgetäuscht

Krems – Eine „wahre Raubersg’schicht“ erzählte ein 16-jähriger Lehrling aus Angst vor seiner Mutter: Weil er Anfang Februar bei einer Lokaltour in der Kremser Innenstadt alles Geld verbraucht hatte, das ihm seine Mutter mitgegeben hatte, erfand er einen Überfall. Jetzt wurde er angezeigt.

Beim Warten auf seine Mutter, die ihn abholen wollte, hätten ihm gegen zwei Uhr Früh zwei junge Männer auf dem Bahnhofplatz die Arme auf den Rücken gedreht, seien mit ihm über mehrere hundert Meter auf das Bahnhofsareal marschiert. Dort hätten sie ihn in einen leer stehenden Waggon bugsiert, um ihm seine 20 Euro abzuknöpfen, ehe sie ihn laufen ließen.

Wie sich jetzt heraus stellte, war der gesamte Überfall erfunden, damit er sich nicht für das ausgegebene Geld rechtfertigen musste. Das gestand der Bursch auch den ermittelnden Polizeibeamten.

Die Folge: Der junge Mann wird wegen falscher Zeugenaussage und Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Strafmaß bis zu drei Jahre bzw. sechs Monate.

( Kurier ) Erstellt am 27.03.2012