Trabrennbahn Baden: Aufregung um offenen Brief

© /Thomas Lenger

Baden
05/08/2014

Traber stecken in der Krise

Offener Brief: "Prekäre Lage" bei Traditionsverein. Stadt verweigert Gespräche.

von Peter Gruber

Ende Juni geht’s auf der Badener Trabrennbahn wieder um Preise – die Emotionen kochen jetzt schon hoch. In einem offenen Brief an Landesrätin Petra Bohuslav und Minister Gerald Klug kritisierten besorgte Trabrennfreunde "geringen Rennumsatz" und die "prekäre finanzielle Lage". Seitens der Adressaten will man das nicht weiter kommentieren. Schließlich gehe es um "Angelegenheiten des Vereins", so Bohuslav-Sprecher Lukas Reutterer. In Baden schlägt das Thema aber Wellen – immerhin wird seit 1892 getrabt. Der Vereinsvorstand mit Sonja Klima und Adi Übleis fühlte sich zu einer Stellungnahme genötigt, räumte Probleme ein. Man stehe aber mit der Stadtgemeinde in Kontakt, "um eine gemeinsame Lösung zu finden".

Das dementierten Bürgermeister Kurt Staska und Vizebürgermeisterin Helga Krismer . In einer eilig einberufenen Pressekonferenz erklärten sie, dass man erst nach den für Herbst geplanten Vorstandswahlen weitere Gespräche führen werde. Heuer gibt es von der Stadt 9000 Euro – nicht mehr. Die Streitpunkte:

Finanzen:Um 150.000 Euro kaufte die Stadt dem Verein im Vorjahr einen 3000 großen Teil des Grundstücks ab. "Scheinbar hat sich das Geld in Luft aufgelöst", meint Staska. Für Horst Neumann vom Verein ist die finanzielle Situation hingegen zwar nicht rosig, "aber sicher nicht dramatisch." Die Saison sei ausfinanziert, "einen Abgang hat es auch früher immer gegeben."

Grundstück: Die Veräußerung weiterer Teile des 109.000 großen Geländes könnte dem Verein Geld bringen. Die Gemeinde hat ein Vorkaufsrecht, müsste außerdem umwidmen. Eine Zerstückelung werde es aber nicht geben, sagen Staska und Krismer. Eine diskutierte große Lösung, bei der die Stadt das gesamte Grundstück kauft, sei ebenfalls "kein Thema". Horst Neumann: "Bis vor wenigen Wochen hat es noch Gespräche gegeben." Um die 15 Millionen soll die Liegenschaft wert sein – laut einem Gutachten, das der Verein in Auftrag gegeben hat. Auf sieben Millionen kommt eines der Stadt.

Veranstaltungen:Zwölf Renntage finden in der kommenden Saison statt. Darüber hinaus auch Fremd-Veranstaltungen wie ein Maifest und ein Ritterfest. "Andere Nutzungsformen", müsse sich der Vorstand überlegen, meinen Staska und Krismer. Von einer "Vielzahl von verschiedenen Veranstaltungen", spricht Horst Neumann vom Verein.

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