Chronik | Niederösterreich
07.04.2012

Todesdrama auf dem Weg in die Disko

Ein junger Lenker kam ins Schleudern und krachte gegen einen Baum. Seine 17-jährige Beifahrerin war auf der Stelle tot.

Diese Bilder werden wir wohl nicht so schnell vergessen können." Es war Samstag gegen 2 Uhr Früh, als die Einsatzkräfte zu einem schweren Verkehrsunfall nach Asperhofen im Bezirk St. Pölten gerufen wurden. Als die Feuerwehren eintrafen, mussten sie schon mit dem Schlimmsten rechnen. Ein Auto war von der Fahrbahn abgekommen und frontal in einen Baum gekracht. "Das Fahrzeug hatte sich um den Stamm der Birke gewickelt, die Fahrertür war bis zur Mittelkonsole eingedrückt", berichtet ein Feuerwehrmann.

Fahrer Maximilian O. konnte von den Rettern geborgen werden. Der 19-Jährige hatte schwere Verletzungen erlitten. Für seine Beifahrerin, die 17-jährige Ines S., kam hingegen jede Hilfe zu spät. Die engagierte Feuerwehrfrau und Zahnarzthelferin aus Atzenbrugg dürfte auf der Stelle tot gewesen sein. "Wir sind alle sehr erschüttert", sagt Bürgermeister Ferdinand Ziegler. Die Unfallursache ist noch unklar. Die beiden dürften auf dem Weg in die Disco gewesen sein. Der völlig demolierte Audi wurde gerichtlich beschlagnahmt und soll untersucht werden.

50-Meter-Absturz

Mit letzter Kraft wählte ein 52-jähriger Tiroler am Samstag noch die Nummer seiner Töchter, ehe er das Bewusstsein verlor. Der Mann war mit seinem Lkw auf einem neu erbauten Forstweg in Aschau rund 50 Meter über steiles, unwegsames Gelände abgestürzt. "Zum Glück konnte er noch telefonieren. Denn es gab keine Zeugen und bis ihn von der Firma jemand vermisst hätte... Bei so schweren Verletzungen zählt jede Minute", meint eine Polizistin.

Der Tiroler wollte Schotter nach Brandenburg transportieren, als er nach einer Linkskurve aus bisher unbekannter Ursache vom Weg abkam. Beim Absturz wurde er aus dem Fahrzeug geschleudert.

"Das Gelände war zwar steil und unwegsam und wir mussten aufpassen, konnten den Verunglückten aber ohne Seilsicherung bergen", berichtet Christian Callegari, Chef der Bergrettung Kramsach. Auf einer Trage wurde der 52-Jährige zur Straße und nach der Erstversorgung mit dem Rettungsauto zum Landeplatz des Notarzthubschraubers gebracht. Der Tiroler wurde in die Klinik nach Innsbruck geflogen.

Völlig zerstört

Ein Freundschaftsdienst endetet Samstag im Bezirk Grieskirchen, OÖ, im Spital: Weil ein 20-Jähriger zu betrunken war, setzte sich ein Freund, 17, ohne Führerschein ans Steuer. In einer Kurve verlor er die Kontrolle über den Pkw, stürzte über eine Böschung und prallte gegen einen Baum. Der 20-Jährige befreite sich selbst, der Lenker wurde eingeklemmt. Da er nicht ansprechbar war, konnte kein Alkotest durchgeführt werden.