Chronik | Niederösterreich
02.05.2017

Tod eines 20-jährigen Fußballers schockt Gemeinde

Junger Fußballer des Gebietligisten Oberndorf/Melk starb nach Beinoperation im Spital an heimtückischem Blutgerinnsel.

Das Ringen um Meisterschaftspunkte ist beim Fußballklub SC Oberndorf im Bezirk Scheibbs im Moment kein Thema. Nach dem Heimmatch am vergangenen Sonntag gegen Oed/Zeillern musste der 20-jährige Oberndorfer Spieler Markus Glinz wegen eines Beinbruchs ins Spital eingeliefert werden. Dort stellten sich in der Nacht durch ein Blutgerinnsel im Kopf des jungen Sportler so schwere Komplikationen ein, dass Glinz daran starb.

"Der ganze Ort und der gesamte Verein sind geschockt und leiden mit der Familie. An Fußball denkt jetzt niemand", ist Engelbert Ellmauer, der Obmann des SV Oberndorf betroffen. Markus Glinz spielte mit seinem Zwillingsbruder Martin in der Kampfmannschaft. Montag konnte niemand die Nachricht fassen, dass Markus in der Nacht nach der Operation eines Schien- und Wadenbeinbruchs im Spital Amstetten ins Koma gefallen war. Alle Mannschaftsmitglieder verabschiedeten sich am Montag noch von ihrem hirntoten Freund, den nur mehr Maschinen am Leben hielten. Dienstagvormittag starb Markus in den Armen seines Vaters. Am Abend war ein Treffen der Mannschaft mit Psychologen vorgesehen.