Windkraft-Gegner für Stopp der Umwidmungen

Proteste. Das Wald- und Weinviertel sollen nicht mit Großwindrädern zugepflastert werden.

Der Ärger der Windkraftgegner steigt. Um mehr Druck ausüben zu können, gehen die Mitglieder der Bürgerinitiative „Pro Thayatal“ mit der Interessensgemeinschaft (IG) Weinviertel nun gemeinsame Wege. Sie wollen verhindern, dass die sanfte Hügellandschaft im Wald- und Weinviertel mit Großwindrädern zugepflastert wird. Ein sofortiger Umwidmungsstopp wird gefordert. Doch das Land sieht sich bei der Stromerzeugung auf dem richtigen Weg.

Wie berichtet, wehren sich die Anrainer gegen die geplante Ausbaustufe, weil sie die „flächendeckende Verschandelung des Landschaftsbilds“ befürchten, sagt Jimmy Moser, Mitorganisator der Initiative „Pro Thayatal“. Alleine das Unternehmen „WEB Windenergie“ aus Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya plant ab 2014 den Bau von 20 Großwindrädern, die in vier Waldviertler Bezirken entstehen sollen. Die fast 200 Meter hohen Anlagen werden mitten in den Wäldern aufgebaut.

„Die Umwidmungen müssen sofort gestoppt werden. Keiner weiß, wieviele Windkraftanlagen notwendig sind, weil es in NÖ keinen Masterplan gibt und jede Gemeinde ihre eigene Suppe kocht“, sagt Moser. Der setzt sich ein, dass die „Bilderbuch-Landschaft im Waldviertel“ erhalten bleibt. „Wir lassen uns nicht die Gegend mit Windrädern einfach so zupflastern“, betont Moser.

Energie-Landesrat Stephan Pernkopf kann die Aufregung nicht verstehen. Der Weg sei klar. „Wir lehnen die Atomkraft ab und wollen die Alternativenergie.“ Er nennt „strenge Rahmenbedingungen“, die beim Bau von Windkraftanlagen einzuhalten seien. „Nur wer die Bestimmungen zum Schutz von Natur und Umwelt einhält, kann bauen“, betont Pernkopf. Die Vorwürfe der Gegner gehen seiner Ansicht nach ins Leere. Zudem würden nur jene Projekte realisiert, die von den Gemeindebürgern mitgetragen werden.

( Kurier ) Erstellt am 13.01.2013