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Chronik Niederösterreich
05/10/2012

Student starb nach durchzechter Nacht

Der 21-Jährige aus Zwettl dürfte mit Freunden nach dem HTL-Ball in Hollabrunn weitergefeiert haben. Am folgenden Abend war er tot.

Er war durchtrainiert, aktiver Eishockey-Spieler und hatte nie geraucht. Umso mehr gibt der plötzliche Tod eines 21-jährigen TU-Studenten aus Zwettl seinen Eltern und Angehörigen viele Rätsel auf.

Zwei Tage lang war Martin Hirsch mit Freunden unterwegs und hatte mit ihnen die Nacht auf dem HTL-Ball in Hollabrunn durchgezecht. Auf dem Heimweg nach Zwettl dürften die Burschen weitergetrunken haben. Als er Sonntagabend – zwei Tage vor seinem 22. Geburtstag – nach Hause gebracht wurde, saß er nur noch leblos im Auto und reagierte auf keine Zurufe. Trotz sofortiger Reanimation gab es für den jungen Mann keine Rettung mehr.

Seine Mutter kann die Tragödie nicht fassen. Sie ringt nach Worten. „Martin war gesund und sehr sportlich", schildert Christa Hirsch. Warum sein Körper auf ein Mal so geschwächt war, kann sie sich nicht erklären. Martin dürfte an einem Kreislaufversagen gestorben sein. Die Ärzte gehen von einem tödlichen Zusammenspiel von Alkohol, Müdigkeit und einem plötzlichen Sauerstoffmangel aus.

Hobby

„Warum nur? Martin hatte noch viel vor", sagt die Mutter. Privat war der Zwettler Eishockeyverein sein Leben. „Der Martin war von klein auf beim Verein", sagt Karl Kuchelbacher. „Was passiert ist, ist schwer zu verstehen, das ist unerklärlich."

Auch in Hollabrunn ist das Entsetzen über den Tod des Burschen groß. Martin war Absolvent der HTL. „Er hat bei mir maturiert", ist Direktor Wolfgang Bodei geschockt. „Aber so tragisch der Vorfall ist – er hängt nicht mit dem Schulball zusammen", betont er und reagiert auf Vorwürfe von Eltern, die die Alkohol-Ausgabe bei der Veranstaltung kritisierten.

„Es kann nicht sein, dass die Jungen Alkohol bekommen, wenn sie längst genug haben", ist ein Vater besorgt. „Auf dem Ball ist er nicht aufgefallen. Und es war ein ganzer Tag dazwischen", sagt Bodei. Bezirkshauptmann Stefan Grusch bestätigt: „Es gab scharfe Kontrollen." Der Vorfall sei nicht zu verhindern gewesen. Am Samstag wird Martin beerdigt.

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