Staatsanwalt stellt Ermittlung zu neuem Schulzentrum ein

Krems – Die Staatsanwaltschaft Krems hat nach sieben Monaten die Ermittlungen um vermutete Gesundheitsschäden im Kremser Schulzentrum eingestellt. Gutachten bestätigten, dass die Luft im Gebäude in Ordnung ist. Die ersten Messungen wurden allerdings erst rund drei Monate nach dem Auftreten erster Beschwerden durchgeführt.

Wie der KURIER berichtete, hatten Schüler und Lehrer den Neubau im Februar 2011 bezogen. Wenig später waren bei Lehrern und Kindern allergische Symptome wie Hautreizungen, Kopfschmerzen, gerötete Augen oder Luftprobleme aufgetreten aufgetreten. Ärzte hatten den Magistrat alarmiert.

Die Stadtverwaltung hatte die Probleme auf Schwierigkeiten mit der Einstellung der neuen Lüftungsanlage zurück geführt und ließ im Mai eine Luftmessung durchführen. Schließlich langten anonyme Briefe bei Landesschulrat und Staatsanwaltschaft ein. Die Ermittlungen begannen. Die Staatsanwaltschaft ließ zwei weitere Gutachten erstellen.

Sicherheit

„Wenn drei Gutachten unabhängig von einander bestätigen, dass alles in Ordnung ist, haben wir nun absolute Sicherheit. Das ist so wichtig, weil Schüler, Lehrer und Eltern durch schwerwiegende Gerüchte und eine anonyme Anzeige sehr verunsichert waren. Jetzt wissen wir, dass es zu keinem Zeitpunkt eine Gesundheitsgefährdung gegeben hat“, sagt Bildungsstadträtin Anna Wegl. Das mit dem Zeitpunkt sehen Fachleute und Staatsanwaltschaft anders. Nach ihrer Ansicht sagen Gutachten nichts über die Monate davor aus.

„Schön, dass jetzt alles in Ordnung ist. Ich hätte die Angelegenheit allerdings transparenter abgewickelt, das hätte Verunsicherung vermieden“, kommentiert SP-Vize Reinhard Resch, der damals schon Transparenz und Untersuchungen gefordert hatte.

( Kurier ) Erstellt am 18.01.2012