Spitalsbediens­tete brach bei Polizistin ein: 90 Coups, Haft

Foto: Polizei

St. Pölten/Purkersdorf – Ein Schuldenberg hat offenbar eine Spitalsbedienstete aus St. Pölten auf die schiefe Bahn abgleiten lassen: Die 46-Jährige steht in dringendem Verdacht, 80-mal Umkleidekästchen im Landesklinikum aufgebrochen und geplündert zu haben. Auch 20 Diebstähle aus Garderoben werden ihr angelastet sowie vier Einbrüche in Schrebergartenhäuser, fünf in Kellerabteile und einer in eine Sportplatzkantine.

Gestoppt hatte die kriminelle Karriere der im untergeordneten Krankenhausbereich Beschäftigten ein Zufall: In der Nacht auf 9. April hielt sich eine Polizistin der Inspektion Traisenpark in ihrem Schrebergartenhaus auf, als sie verdächtige Geräusche hörte. Die 60-jährige Inspektorin alarmierte ihre Kollegen und die Einbrecherin wurde festgenommen.

Gemeinsam mit dem Operativen Kriminaldienst konnte das Traisenpark-Team die Spitalsmitarbeiterin schließlich als mutmaßliche Serientäterin überliefern. Die Frau hat großteils Bargeld, Schmuck und Kleidung erbeutet. Ein Teil der Beute wurde bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt. Die 46-Jährige legte ein Geständnis ab und sitzt in der Justizanstalt St. Pölten in U-Haft.

Auto voll Beute

Am Donnerstag ertappte die Polizei in Purkersdorf drei Ladendiebe auf frischer Tat: Das Trio – eine 20-jährige Polin, ein 32-jähriger, sowie ein 35-jähriger Pole aus Wien – wurde nach dem Diebstahl von Schnapsflaschen vor dem Verlassen des Supermarktes angehalten. Der 35-Jährige fungierte offensichtlich als Lenker des Fluchtfahrzeugs; darin wurden gestohlene Waren im Wert von 600 Euro sichergestellt. Darunter Süßigkeiten und weitere 29 Flaschen Schnaps. Dem Trio konnten außerdem zwei weitere Ladendiebstähle am 5. und 13. April nachgewiesen werden. Die Verdächtigen sind großteils geständig und wurden in die Justizanstalten Krems und St. Pölten eingeliefert.

(kurier) Erstellt am
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