Chronik | Niederösterreich
23.02.2018

Spatenstich für acht neue Windräder im Marchfeld

Die Betreiber des Windparks Dürnkrut fordern eine Ausweitung der Windpark-Zonen damit Öko-Strom-Ziel erreicht werden kann.

Mit einem Lächeln im Gesicht setzten Gemeindevertreter von Dürnkrut und Velm-Götzendorf sowie die Windkraft-Unternehmer im Windpark Dürnkrut (Bezirke Mistelbach und Gänserndorf) den Spatenstich für acht neue Windräder. Ein Teil des Windparks wird von der WEB Windpark AG, der andere von der Windkraft Simonsfeld betrieben. Das Areal der beiden Betriebe umfasst aktuell zehn Windräder. Die neuen Anlagen sollen Strom für knapp 18.000 Haushalte liefern.

Für Velm-Götzendorfs Bürgermeister Gerald Haasmüller ( ÖVP) ein wichtiges Projekt: "Es ist der richtige Schritt für uns und für ganz Niederösterreich hin zu erneuerbarer Energie." Auf die Frage, ob er in seiner Gemeinde Probleme mit Bürgerprotesten hatte, meint Haasmüller: "Es war bei uns in der Gemeinde ein Thema, weil der neue Teil des Windparks etwas näher zum Ort rückt. Wir haben einige Gespräche geführt und sind schlussendlich auf einen Nenner gekommen."

Neue Zonen

Nicht mit den Bürgern, dafür aber mit Wissenschaftern hatte Dürnkruts Bürgermeister Herbert Bauch (SPÖ) Probleme: "Es ist Schade, wenn Ornithologen einen wichtigen Windpark verhindern wollen, aber es hat sich zum Glück alles in Wohlgefallen aufgelöst."

Wo sich fast alle Anwesenden des Spatenstichs einig waren: Die geltenden Windpark-Zonen, die das Land Niederösterreich beschlossen hat, würden auf Dauer zu wenig sein. WEB-Windpark-Vorstandsmitglied Frank Dumeier bringt es auf den Punkt: "Damit Österreich sein Ziel erreicht, bis 2030 100 Prozent erneuerbare Energie zu verwenden, muss sich etwas tun, denn dafür braucht man mehr Windräder."

Vor allem der bürokratische Aufwand bei der Errichtung neuer Kraftwerke sei enorm, so Dumeier. Bis zu vier Jahre Vorlaufzeit braucht es, bis, wie in Dürnkrut, tatsächlich mit dem Bau begonnen werden kann.