Vielfältig einsetzbar: Holz

© KURIER/Gilbert Weisbier

Waldgipfel
02/28/2017

So nah und doch so fern: Holz soll Aufschwung im Waldviertel bringen

Forstnutzung soll Wirtschaft im ländlichen Raum ankurbeln und Klima schützen.

von Gilbert Weisbier

Intensivere Nutzung des Waldes soll erreichen, was bisher nur teilweise gelang: Sie soll wirtschaftlichen Aufschwung für den ländlichen Raum, Klimaschutz für ganz Österreich bringen und den Abfluss von Devisen ins Ausland stoppen. Gelingen soll das - endlich - durch eine Kombination neuer Initiativen, die Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, Landesrat Stephan Pernkopf und Christoph Kastner als Chef des Wirtschaftsforums Waldviertel am Montag im Schloss Ottenschlag, Bezirk Zwettl, beim diesjährigen "Waldgipfel" präsentierten.

Ausprobieren will man das im Waldviertel, das in mehrfacher Hinsicht schon bisher ein Vorreiter war. Beispielsweise eine neue Mittelschule mit Holz-Schwerpunkt und der Ausbau des Bildungszentrums Edelhof sind erste Maßnahmen.

Wertschöpfung

"Je hundert Festmeter Holz schaffen entlang der Wertschöpfungskette einen Arbeitsplatz", erklärte Rupprechter und rechnete vor: 18 Millionen Festmeter werden derzeit bundesweit geerntet, Ziel sind 20 Millionen im Jahr. Die könne man speziell aus den Kleinwäldern holen, wenn man die Besitzer entsprechend unterstützt. Das Ergebnis wären 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze.

"75 Prozent der Holznutzung erfolgen durch das Handwerk. Land und Forstwirtschaft bringen in Niederösterreich 380 Millionen Euro an Wertschöpfung", ergänzte Pernkopf.

Auch im Klimaschutz könnte Holz die Wende bringen: "Österreich gibt im Jahr zwölf Milliarden Euro für fossile Energie aus", sagt Rupprechter. "400 Millionen Euro fließen dafür aus dem Waldviertel hinaus", bestätigte Kastner. Das könnte man auch mit heimischem Holz bewerkstelligen. Etwa Strom für Elektroautos erzeugen.

Neue Baubestimmungen helfen in NÖ mit: "Ein- und Zweifamilien- sowie Reihenhäuser können nun ohne Massivbauteile errichtet werden. Auch mehrgeschoßige Gebäude und Fassaden werden leichter genehmigt", sagte Pernkopf. Gleichzeitig werden so enorme Mengen an Kohlendioxid gebunden.

Klimafit

Man müsse den Wald aber auch klimafit machen, sagte Rupprechter. Etwa müsse man Wildbestände reduzieren oder resistentere Bäume pflanzen. Rupprechters Initiative "Holz verwenden ist gut für das Klima", will im Waldviertel Maßnahmen gemeinsam mit Unternehmen entwickeln und testen. Da spricht man alleine für die Region von 1000 zusätzlichen Jobs.

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