Unfall auf dem Hochkar

© KURIER/Wolfgang Atzenhofer

Hochkar
01/19/2015

Snowboarderin stürzte von Sessellift

Tschechische Studentin blieb mit dem Rucksack am Liftsessel hängen. Sie erlitt eine Beckenfraktur.

von Wolfgang Atzenhofer

Eine Liftfahrt im Skigebiet am Hochkar wurde Sonntag für eine tschechische Snowboarderin zur wahren Horrorfahrt. Die 22-jährige Studentin blieb mit einem Rucksack am Liftsessel hängen und wurde so wieder talwärts mitgerissen. Der Albtraum endet mit einem Absturz aus fünfeinhalb Meter Höhe.

Gemeinsam mit ihrem Freund war die aus Znaim stammende Michaela K. gegen 12.45 Uhr mit angeschnalltem Board zur Bergstation des Lifts Leckerplan gefahren. Bei Ausstieg aus dem Vierersessel kam es zum verhängnisvollen Missgeschick und zu einer Verkettung unglücklicher Umstände. Die Tschechin blieb mit den Bändern ihres umgeschnallten Rucksackes am Sessel hängen, während ihr Freund Roman P. problemlos ausstieg. Michaela K. hatte auch den Bauchgurt des Rucksackes geschlossen. Während sie vom Lift mitgeschleift wurde, schaffte sie es nicht sich vom Rucksack zu befreien.Das sich anbahnende Unglück hätte vom anwesenden Liftwart Josef S. durch einen Notstopp sofort verhindert werden können. Doch just in diesem wichtigen Moment dürfte er nicht aufgepasst haben.

Auch Hilferufe halfen dem wild gestikulierenden Opfer vorerst wenig. Am Sessel hängend wurde die junge Frau binnen kürzester Zeit wieder in die Lifttrasse hin-ausgetragen. Erst nach 35 Meter Horrorfahrt brachte der Liftwart die Sesselbahn zum Stehen. Da riss dann der Rucksack und die Studentin stürzte fünfeinhalb Meter in die Tiefe ab. Sie erlitt beim Aufprall auf den mit Neuschnee bedeckten Boden einen Beckenbruch und wurde ins Spital eingeliefert.

Untersuchung

Die Polizei und die Liftgesellschaft recherchieren nun, wie es zum Unglück kommen konnte. "Wie müssen die Unfallursache genau erkunden. So etwas darf nicht passieren", sagt Rainer Rohregger, der Geschäftsführer der Hochkar-Bergbahnen. Er ist froh, dass das Unglück nicht noch schlimmer ausgegangen ist. Rohregger vermutet, dass die Frau beim Ausstieg aus dem Liftsessel in Panik geraten ist. Natürlich laufe der Lift nach dem Druck der Stopptaste auch noch etliche Meter nach. Ob und welches Verschulden der Liftwart trägt wird behördlich geprüft, erklärt Rohregger. Um die Verunglückte werde er sich kümmern, verspricht er.
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