Snowboard-Weltcup soll auch 2013 am Jauerling stattfinden

Bilanz – „Natürlich wollten wir den Benni Karl siegen sehen, also werden wir das Rennen am Jauerling solange veranstalten, bis er gewinnt“, scherzt Landesrätin Petra Bohuslav über eine mögliche Fortsetzung des Snowboardweltcups in der Wachau.

Ganz ohne Schmäh wünscht sie sich eine Wiederholung des Events schon für Jänner 2013. Danach wäre ein Zweijahresrhythmus des Ski-Weltcups am Semmering und des Snowboard-Weltcups am Jauerling wünschenswert. „Wir sind bereit, die Entscheidung liegt aber woanders“, signalisiert Bohuslav in Richtung ÖSV. Auch die Präsidentin des Landesskiverbandes, Herta Mikesch, will „natürlich einen Antrag an den ÖSV stellen“. Wenngleich die Veranstaltung eines Weltcuprennens „kein Spaziergang“ sei. Christian Galler, sportlicher Leiter im ÖSV-Team, befand den Ablauf des Rennes als „mustergültig“. Damit hat Mikesch wohl auch die mangelnde Schneesicherheit am Jauerling gemeint, wegen der zuletzt Kritik am Austragungsort des FIS–Weltcups laut wurde. Um die Startrampe zu errichten, mussten 400 von den insgesamt 30.000 Kubikmetern Schnee am Jauerling aus Lackenhof am Ötscher angeliefert werden. Mikesch weist die Kritik zurück: „Diese Diskussion ist für den Sport nicht dienlich. Das macht man überall in Österreich so.“

Wertschöpfung

Die etwa 5000 Zuschauer brachten der Region eine touristische Wertschöpfung von über 200.000 Euro ein.

Der Werbewert, den die Wachau durch das Weltcupevent lukrieren konnte, ist noch höher: „Wir haben einen Euro eingesetzt, und sieben erwirtschaftet“, sagt Bohuslav. Insgesamt konnte die Region 700.000 Euro an medialer Wertschöpfung für die Region erzielen. Auch die Bilanz von Rotem Kreuz und Polizei fiel gut aus: Nur ein Verletzter auf der Piste; keine Führerscheinabnahme.

( Kurier ) Erstellt am 27.01.2012