Silvesternacht: Mehr als 70 Brandeinsätze

© Bild: FF Krems

In Niederösterreich mussten 2000 Feuerwehrleute im Minutentakt ausrücken.

Eine turbulente Silvesternacht erlebten die Feuerwehren in NÖ: Das Landesfeuerwehrkommando berichtete von mehr als 70 Bränden – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Nach Mitternacht gab es Einsätze im Minutentakt. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Zwei Großbrände in den Bezirken Neunkirchen und Krems beschäftigten allein 350 Feuerwehrleute: In Ternitz setzte gegen 19.15 Uhr vermutlich eine Feuerwerksrakete eine Lagerhalle in Brand. Starker Wind erschwerte die Löschmaßnahmen. Die Halle brannte völlig ab, der Schaden beträgt mindestens 400.000 Euro.

Im Ortszentrum von Egelsee bei Krems geriet zur gleichen Zeit ein Vierkanthof in Brand. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf benachbarte Häuser verhindern. Es entstand großer Sachschaden.

Wenige Minuten nach Mitternacht brach in Unterhaus im Bezirk Melk ein weiteres Feuer aus. Eine Maschinenhalle und eine Scheune wurden dabei vernichtet. 87 Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen der Flammen auf das angebaute Wohnhaus verhindern.

Am Heimweg von einer Silvesterfeier bemerkte ein junger Feuerwehrmann in Gumpoldskirchen um 5 Uhr Früh brennende Altpapiercontainer bei einer Wohnhausanlage. Der Mann verständigte sofort seine Kollegen, doch als die nach wenigen Minuten eintrafen, hatte sich das Feuer bereits mächtig entwickelt und auf ein Haus übergegriffen. Drei Personen konnten unverletzt aus ihren Wohnungen gebracht werden. Das Feuer breitete sich rasend rasch aus, 86 Feuerwehrleute bekamen es schließlich unter Kontrolle. Sie fanden und retteten auch noch eine Katze.

( Kurier ) Erstellt am 02.01.2012