APA11523648 - 18022013 - ST.PÖLTEN - ÖSTERREICH: Wahlkampfauftakt der SPÖ NÖ Spitzenkandidat und Landesparteichef LHStv. Sepp Leitner am Montag, 18. Februar 2013, in St.Pölten. Im Bild: Sepp Leitner.. APA-FOTO: HERBERT PFARRHOFER
APA11523648 - 18022013 - ST.PÖLTEN - ÖSTERREICH: Wahlkampfauftakt der SPÖ NÖ Spitzenkandidat und Landesparteichef LHStv. Sepp Leitner am Montag, 18. Februar 2013, in St.Pölten. Im Bild: Sepp Leitner.. APA-FOTO: HERBERT PFARRHOFER

© APA/HERBERT PFARRHOFER

Aufreger

Sepp Leitner: Posten nicht ausgeschrieben

KURIER-Bericht schlägt hohe Wellen: ÖAAB fordert jetzt ordentliche Stellenbesetzung.

von Matthias Hofer

05/23/2013, 04:00 AM

Der KURIER-Bericht über die Rückkehr von Ex-SPÖ-Chef Sepp Leitner zu seinem früheren Arbeitgeber, der Arbeiterkammer NÖ, hat hohe Wellen geschlagen. Wie berichtet, gab es jene Abteilung, der Sepp Leitner künftig vorsteht („Betriebsrätinnen- und Funktionärinnenausbildung“) vor wenigen Wochen noch gar nicht. Kritiker orten „Postenschacher“.

Vor seiner Zeit als Berufspolitiker war Sepp Leitner wirtschaftspolitischer Referent in der AKNÖ. In dieser Funktion ließ er sich karenzieren. Nach der verlorenen Landtagswahl kehrte Leitner in die Dienste der AKNÖ zurück. Allerdings nicht mehr als Referent, sondern eine Stufe weiter oben – als Abteilungsleiter.

„Super-Schieflage“

Man bekenne sich zu Leitners Rückkehrrecht in die AKNÖ, sagt NÖAAB-Manager Bernhard Ebner. Aber die Übergabe einer eigens geschaffenen Abteilung ohne Ausschreibung, „bringt die SPÖ-Führung der AKNÖ in eine Super-Schieflage“. Schließlich beschere der neue Job Leitner einen „nicht zu rechtfertigenden Gehalts- und zusätzlichen Zulagensprung“.

Was dem NÖAAB-Mann Ebner besonders sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass der neue Abteilungsleiter-Job nicht ausgeschrieben wurde. Die Schaffung des neuen Geschäftsbereichs und dessen Besetzung seien gleichzeitig bekannt gegeben worden. Der NÖAAB fordert nun, dass dieser Posten, „sollte er überhaupt notwendig sein, ordentlich ausgeschrieben“ wird. „Es muss doch jedem klar sein, dass ein Ex-Parteichef nicht die Ausbildung von überparteilichen Funktionären verantworten kann – noch dazu im Jahr vor der AK-Wahl“, sagt Ebner.

Sepp Leitner selbst wollte die Causa gestern nicht kommentieren. Der Direktor der Arbeiterkammer NÖ, Helmut Guth, hatte gegenüber dem KURIER am Dienstag aber jeden Vorwurf der Parteibuchwirtschaft zurückgewiesen: „Sepp Leitner ist führungserfahren und kennt die Abläufe innerhalb der Kammer.“

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