Chronik | Niederösterreich
22.02.2018

Semmering: Rundumschlag gegen "böse" Medien

Die ukrainischen Betreiber machen auf Facebook die Medien für ihre schwierige Situation verantwortlich.

Eine durchaus bemerkenswerte Marketingstrategie verfolgen die ukrainischen Betreiber des nö. Skigebietes Semmering-Hirschenkogel nach einer wochenlangen Pleiten-, Pech- und Pannenserie. Die Panhans-Holding-Group macht nach der behördlichen Sperre der Bergbahnen, Finanzrazzien und den seit Monaten geschlossenen Hotels der Gruppe in einem öffentlichen Statement auf Facebook die Medien für ihre schwierige Situation verantwortlich. Viele Massenmedien in Österreich haben leider eine voreingenommene Einstellung gegenüber ausländischen Investoren und wir wollen nicht, dass der Ruf unseres Skigebiets durch negative Beiträge in den diversen Medien in Mitleidenschaft gezogen wird, heißt es in der Stellungnahme.

Die Behauptung, dass die Seilbahnen stets gewartet und technische Teile erneuert werden, um die Sicherheit zu gewährleisten, wird vor allem jene Wintersportler freuen, die im Jänner und Februar nach technischen Gebrechen bis zu einer Stunde in der stecken gebliebenen Gondelbahn ausharren mussten.

Die vielen anderen Betriebe am Semmering hoffen bald auf eine "stabile" Lage. "Es sind leider seit Winterbeginn einige Pannen passiert, aber man muss ja nicht alles nur negativ veranschaulichen, man kann auch Positives hervor kehren. Der Semmering besteht nicht nur aus Panhans und Co., es gibt sehr viele kleine Betriebe die sehr engagiert agieren. Zum Glück gibt es immer noch Semmeringgäste die zum Skifahren kommen, oder einfach nur die Seele baumeln lassen", erklärt Ariane Hahnl von der "Villa Daheim".