B37 Section Control

© Jürgen Zahrl

Niederösterreich
06/24/2016

Section Control auf A2 in NÖ: Baustelle wird verkürzt

10.000 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsübertretungen in ersten vier Wochen. Anlage zur Überwachung von Tempo 80 wird an neue Länge "angepasst".

Die Asfinag verkürzt Samstagfrüh die Baustelle auf der Südautobahn (A2) zwischen Wiener Neustadt und Grimmenstein. In Fahrtrichtung Wien sei die Sanierung auf sechs der rund 13 Kilometer früher als geplant fertig und der betroffene Abschnitt ab Sonntag damit fast nur noch halb so lang, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Auch die Section Control werde an die verkürzte Baustelle "angepasst".

Die Strecke von Grimmenstein bis nach dem Knoten Seebenstein sei ab Samstag wieder uneingeschränkt befahrbar, hieß es von der Asfinag. Auf der Richtungsfahrbahn Seebenstein/Graz werden 2,8 Kilometer über den Sommer für den Verkehr zusätzlich freigegeben. Die Sanierung von Seebenstein bis Grimmenstein startet erst im Herbst.

Der knapp 13 Kilometer lange Abschnitt der A2 wird der Aussendung zufolge seit Ende März erstmals seit seiner Fertigstellung in den 1980er-Jahren einer großen Sanierung unterzogen. Bis Ende 2017 investiert die Asfinag hier 25 Millionen Euro. Eine Section Control Anlage überwacht die Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h. Dies hat laut KURIER-Bericht bereits in den ersten vier Wochen zu 10.000 Anzeigen wegen Tempoüberschreitungen geführt.

Für den Verkehr seien trotz der laufenden Bauarbeiten immer drei Spuren pro Richtung offen, hielt die Asfinag fest. Während der 14 Monate werden die Fahrspuren vom Knoten Wiener Neustadt bis kurz nach dem Knoten Seebenstein sowie neun Brücken saniert. Außerdem werden Teile der Entwässerung für die Fahrbahnabwässer und Leitschienen erneuert.

Volksanwaltschaft prüft

Wie Freitagvormittag bekannt geworden war, prüft die Volksanwaltschaft die Section Control auf der Südautobahn (A2) im Baustellenbereich zwischen Wiener Neustadt und Grimmenstein.

In den ersten vier Wochen hatte es wie berichtet rund 10.000 Anzeigen wegen Überschreitung des erlaubten Tempos 80 gegeben. Volksanwalt Peter Fichtenbauer habe ein amtswegiges Prüfverfahren geleitet, hieß es in einer Aussendung am Freitag.

"Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h nicht nur rechtens, sondern unbedingt notwendig ist"

Darin werde insbesondere untersucht, "ob die gegenständliche Baustelle der Asfinag mit rund 14 Kilometern eine angemessene Länge aufweist und eine durchgehende Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h nicht nur rechtens, sondern auch unbedingt notwendig ist", teilte die Volksanwaltschaft mit. Der ÖAMTC hatte eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht.

"Ärgernis für Autofahrer"

Die Anzeigenflut bringt "nicht nur für die zuständige Strafbehörde einen enormen Verwaltungsaufwand mit sich, sondern stellt für die betroffenen Autofahrerinnen und Autofahrer auch ein entsprechendes Ärgernis dar", hieß es in der Aussendung. Neunkirchens Bezirkshauptfrau Alexandra Grabner-Fritz hatte die Mehrbelastung für die Behörde laut einem Bericht der "Niederösterreichischen Nachrichten" als "nicht bewältigbar" bezeichnet.

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